Flensburg. Das Kraftfahrtbundesamt in Flensburg zieht Bilanz: Das Krisenjahr 2009 hat die Zulassungszahlen stark schmelzen lassen. Rund 204.000 neue LKW (-26 Prozent) und 56.500 Zugmaschinen (-26,4 Prozent) zählten die Statistiker im vergangenen Jahr - was den Zulassungswert auf das Niveau von 2003 drückt. Damals wurden die Nutzfahrzeuge ab 12 Tonnen mautpflichtig. Dies sorgte für einen nachhaltigen Wandel innerhalb der Truck-Segmente. Vor zehn Jahren war der Anteil der 12 bis 18 Tonner fast doppelt so groß wie jener der 7,5 bis 12 Tonner. Heute sind die mautfreien Fahrzeuge im Bereich bis zu 12 Tonnen deutlich in der Überzahl, heißt es im Jahresbericht der Behörde. Meldeten beispielsweis im Jahr 2000 noch knapp 11.000 Käufer mittelschweren Nutzfahrzeuge (12 bis 18 Tonnen) an und nur knapp 6000 Einheiten zwischen 7,5 und 12 Tonnen, kehrte sich seitdem das Verhältnis um. So standen im vergangenen Jahr knapp 6300 leichten LKW nur rund 4700 Mittelschwere gegenüber. Auch bei den Emissionsklassen hat sich das Gewicht verschoben. Wurde 2008 nur rund 30 Prozent der Fahrleistung mit Euro-5- oder EEV-LKW erbracht, kletterte der Anteil bis Herbst 2009 auf 43,4 Prozent. Rund 38 Prozent entfielen auf Euro-3-Modelle. Für jeden zehnten Transport wurde ein Euro-4-Truck verwendet. (rs)
2009: NFZ-Neuzulassungszahlen auf Fünfjahrestief
LKW- und Zugmaschienen-Zulassungen brechen um 1/4 ein / Anteil der Euro-5 LKW erhöht sich bis Herbst 2009 auf knapp 44 Prozent