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Österreich zieht eine Abschaffung des Dieselprivilegs in Erwägung

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Tirol bringt im Transitstreit höhere Dieselpreise ins Gespräch

Das österreichische Verkehrsministerium prüft derzeit, ob das Dieselprivileg für Lkw aufgehoben werden kann. Gleichzeitig fordert Tirol eine Erhöhung der deutschen Lkw-Maut.

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Innsbruck. Im deutsch-österreichischen Transitstreit hat der Tiroler Regierungschef Günther Platter eine Erhöhung der österreichischen Spritpreise ins Spiel gebracht. „Natürlich stellt auch der billige Diesel einen Mosaikstein für den überbordenden Transitverkehr dar”, sagte Platter der „Augsburger Allgemeinen” (Mittwoch). „Wir haben daher veranlasst, dass das österreichische Verkehrsministerium prüft, ob das Dieselprivileg für Lkw aufgehoben werden kann.”

Tirol fordere zur Reduzierung des Lastwagenverkehrs aber weiter eine Erhöhung der deutschen Lkw-Maut, betonte der ÖVP-Politiker. „Alle Experten sagen, dass eine Erhöhung der Maut den vielfachen Effekt einer möglichen Abschaffung des Dieselprivilegs hätte”, sagte der Tiroler Landeshauptmann. „Daher gilt unser Fokus aktuell der Erhöhung der Maut auf deutscher und italienischer Seite des Brennerkorridors.” Er verlangte dabei einen „Fahrplan für eine Erhöhung der Maut auf deutscher Seite”.

Korridormaut soll Verkehr eindämmen

Platter will über die Korridormaut von München bis Verona Lkw-Fahrten über die gesamte Brennerstrecke teurer machen und so den Verkehr eindämmen. Der Verkehr rolle nur über den Brenner, weil er die billigste Nord-Süd-Verbindung über die Alpen sei, argumentiert Platter. 2018 waren es laut Tirol mehr als 2,4 Millionen Lastwagen - das sei mehr als über alle schweizerischen und französischen Alpenpässe gemeinsam. (dpa)

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Österreich – Transport & Logistik, Verkehrspolitik Europa & Übersee, Stau, Streik und Unwetter, Transportpreise, Frachtraten und Logistikkosten

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