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Pelagie Mépin

"Wir sind also keine Frachtenbörse mehr", sagt Pelagie Mépin, Marketingchefin bei Timocom

©Timocom

Timocom stellt sich strategisch neu auf

Das Erkrather IT-Unternehmens will dafür bis zum Jahr 2030 insgesamt 100 Millionen Euro investieren und keine reine Frachtenbörse mehr sein.

Erkrath/München. Das IT-Unternehmen Timocom stellt sich strategisch neu auf. „Wir sind europaweit das erste Smart Logistics System. Wir sind also keine Frachtenbörse mehr. Wir haben aber weiterhin eine Frachtenbörse. Sie ist eine von vielen Anwendungen in unserem Smart Logistics System“, formulierte Pelagie Mépin, Marketingchefin des Unternehmens, die Vision von Timocom gegenüber der Presse auf der Messe Transport Logistic in München. 

Die smarten Anwendungen, Timocom bezeichnet sie als smart Apps, sind laut Mépin so mit einander vernetzt, dass sie eine digitale Einheit bilden. „Das ermöglicht unseren Kunden einen fortschrittlichen Worklflow zu erlangen.“  Die Kunden könnten dafür frei die Apps wählen, wann und wie sie diese einsetzen wollen.

„Timocom will dafür in den Unternehmen aber nicht bestehende IT-Landschaften  ersetzen“, betont die Marketingchefin. „Diese bleiben erhalten.“  Das IT-Unternehmen schaffe dafür aber Schnittstellen (Smart APIs), über die die Unternehmen „mit minimalen Investitionen“ an das System eingebunden werden.  „Dieses Smart Logistics System wird ergänzt und unterstützt durch viele neue zusätzliche Dienstleistungen – die sogenannten smart Services“, führte sie an.

100 Millionen Euro Investitionsvolumen

Insgesamt will Timocom dafür bis 2030 insgesamt 100 Millionen Euro in den Ausbau seines IT-Systems investieren, kündigte das Unternehmen an. Die Zahl der Kunden solle sich bis dahin mit 100.000 mehr als verdoppeln, die Zahl der Mitarbeiter europaweit um 300 auf 800 steigen.

Ausbau strategischer Partnerschaften

Erreichen  will das Unternehmen dies insbesondere über die Integration von starken Partnern, kündigte Timocom-Sprecher Gunnar Gburek an. So habe man mit Cargoclix und Krone Telematics zwei weitere namhafte Unternehmen an  Bord, mit denen routenbezogene GPS-Daten über das System geteilt werden können. So sei es Auftraggebern, die Timocom nutzen,  möglich, Transporte auf Basis von Echtzeitdaten zu planen, zu mangen und zu optimieren. Schon seien europaweit 246 Telematikanbieter in das Smart Logistics System integriert. Neue Partner sind außerdem die Logistik-Software-Anbieter Doll + Leiber sowie Transdata, um nur wenige Namen zu nennen.  „Logistik lebt von Vernetzung. Diese können wir über Schnittstellen-Partner, die in unser System integriert werden, heute nahezu durchgehend digital gewährleisten“, sagte Philipp Schmidt, Timocom-Portfolio-Manager. (eh)

 

 

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special FRACHTENBÖRSEN & TENDER-MANAGEMENT.

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Frachtenbörsen & Tender-Management, Messe Transport Logistic


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