eHighway
©Fabian Sommer/dpa/picture-alliance

Tiefbauarbeiten für E-Highway auf der A 5

Zwischen Darmstadt und Frankfurt schreitet der Bau der deutschen Teststrecke für Lkw mit Stromabnehmern voran.

Darmstadt/Frankfurt. Auf der stark befahrenen Autobahn 5 zwischen Darmstadt und Frankfurt haben die Erdarbeiten für die erste deutsche Teststrecke für Lkw mit Stromabnehmern begonnen. Für die Oberleitungsanlage wurden Rohre ins Erdreich gerammt, die später die Masten für den E-Highway aufnehmen sollen, wie die Verkehrsbehörde Hessen Mobil in Wiesbaden berichtete.

Auf der Gegenfahrbahn haben die Arbeiten dagegen entgegen früheren Aussagen noch nicht begonnen. „Es wurden nicht beide Baustellen gleichzeitig eingerichtet, da Mitte April Arbeiten im Mittelstreifen stattfinden werden”, teilte Hessen Mobil mit. „Das wäre nicht möglich, wenn auf beiden Seiten der Verkehrsraum durch eine Baustelle eingeengt ist.” Die A 5 ist an dieser Stelle in jede Richtung vierspurig ausgebaut plus Standstreifen.

Erste Testfahrten ab 2019

Der E-Highway soll bis zum Herbst auf fünf Kilometern zwischen den Anschlussstellen Langen/Mörfelden und Weiterstadt entstehen - in jede Fahrtrichtung. Von 2019 an sollen dann die ersten Spezial-Lastwagen mit Strom aus Oberleitungen testweise fahren. Das Bundesumweltministerium übernimmt die Kosten von knapp 15 Millionen Euro für das Projekt.

Insgesamt werden laut Hessen Mobil 231 Masten aufgestellt, davon 112 in Richtung Frankfurt und 113 in die Gegenrichtung sowie 6 im Mittelstreifen. In jede Richtung werden zwei Fahrdrähte gespannt - ein Plus- und ein Minuspol. Erkennen die Sensoren im Dach des Lasters eine Oberleitung, werden die Abnehmer ausgefahren. Der Elektromotor wird mit Strom gespeist, zugleich wird die Batterie geladen. Dann kann der Lkw nach dem Abdocken elektrisch weiterfahren. Ist der Akku erschöpft, kann der Hybridmotor mit Diesel weiterfahren. (dpa)

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