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Teva Fuhrpark

Der Fuhrpark umfasst insgesamt 70 eigene GDP-qualifizierte Pharmafahrzeuge

©Teva

Teva öffnet Eigenfuhrpark für Drittunternehmen

Der Arzneimittelhersteller hat für seinen Fuhrpark eine EU-Speditionslizenz erworben und bietet die GDP-konforme Abwicklung von Pharmatransporten an.

Ulm. Der Arzneimittelhersteller Teva hat für seinen Inhouse-Fuhrpark eine EU-Speditionslizenz erworben und bietet damit ab sofort auch anderen Pharma-Unternehmen die GDP-konforme Abwicklung von internationalen gewerblichen Pharmatransporten an. Das teilte das Pharmaunternehmen jetzt mit. Adressiert werden demnach auch der Pharma-Großhandel und spezialisierte Pharmalogistiker, die kurzfristig zusätzlichen Laderaum benötigen. Die europaweite Distribution erfolgt von Ulm aus, dem Deutschlandsitz der Teva.

Der Teva-eigene Fuhrpark war bisher ausschließlich für den Teva-Konzern für die europaweite Distributionslogistik im Einsatz. Mit dem Erwerb der EU-Lizenz sei nun bewusst der Weg eingeschlagen worden, das Inhouse-Know-How auch Externen zur Verfügung zu stellen. Möglich sind Beiladungen, aber auch die Nutzung ganzer Züge.

70 GDP-qualifizierte Fahrzeuge

Der Fuhrpark umfasst insgesamt 70 eigene GDP-qualifizierte Pharmafahrzeuge (2,8 – 40 Tonnen) mit Sicherheitsausstattung. Diese seien standardmäßig mit Telematik ausgerüstet und werden rund um die Uhr über einen externen Monitoring-Dienstleister überwacht. „Durch unsere besondere Rolle als Pharma-Insider kennen wir die Bedürfnisse eines Medikamentenherstellers ganz genau. Die jahrzehntelange Erfahrung und die pharmazeutische Denke ermöglicht es uns, die Logistikprozesse hocheffizient und GDP-konform abzuwickeln und den Laderaumbedarf sehr genau zu prognostizieren“, sagt Bernd Schlumpberger, Head of Fleet und Transport Management bei Teva in Deutschland.

„Wir wollen die Auslastung der Fahrzeugflotte durch unser Angebot an Drittkunden maximieren“, begründet Schlumpberger den Schritt. Saisonbedingt sei durch die eigenen Produkte nicht immer eine Vollauslastung möglich. Indem Teva bei den Rückladungen freie Kapazitäten anbiete, laste man die Fahrzeuge besser aus.

Audits und Schulungen

Die Transportqualität stellt Teva nach eigenen Angaben mit regelmäßigen Selbstinspektionen und Audits sicher. Alle am Prozess Beteiligten erhalten demnach nach einer vierwöchigen Pharmalogistik-Basisschulung jährlich bis zu acht Schulungstage, um die Qualität in der Distribution zu gewährleisten.

Nur der Disponent kann die Laderaumtüre öffnen

Außerdem achtet Teva darauf, dass die Fahrzeugtechnik auf dem neuesten Stand ist. Regelmäßig entwickele der Fuhrparkleiter Bernd Schlumpberger mit seinen Fahrzeuglieferanten technische Lösungen, die in der Branche Maßstäbe setzen. Ein Beispiel hierfür sei der High-Security-Trailer von Krone. Zum „Pharmapaket“ des Aufliegers gehört die 24/7-Überwachung durch den Monitoring-Dienstleister TCS, die GDP-Fahrzeugqualifizierung durch das EIPL European Institute for Pharma Logistics sowie der europaweite Transportkälte-Service durch das Händlernetz von Thermo King. Fahrzeugposition, Türstatus und Laderaum-Temperatur werden rund um die Uhr überwacht, Dach und Seitenwände sind alarmgesichert. Zudem könne die Laderaumtür ausschließlich vom Disponenten zur Öffnung freigeschaltet werden. Bei Gefährdung des Sattelzuges interveniert der Monitoring-Dienstleister sofort und alarmiert die Behörden. (ks)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special PHARMALOGISTIK.

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