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Winfried Hermann

Baden-Württembergs Verkehrsminister akzeptiert die Zahlung eines Zwangsgeld wegen der schlechten Stuttgarter Luft

©Sebastian Gollnow/dpa/picture-alliance

Stuttgart muss wegen mieser Luft Zwangsgeld zahlen

Weil die Luft am Stuttgarter Neckartor noch immer zu schlecht ist, muss das Land Baden-Württemberg nun ein Zwangsgeld zahlen – und wehrt sich dagegen nicht.

Stuttgart. Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) hat sich dafür ausgesprochen, ein gerichtlich festgesetztes Zwangsgeld wegen mieser Luft im Stuttgarter Talkessel zu akzeptieren. Einen entsprechenden Vorschlag werde das Verkehrsministerium in der Sitzung einer interministeriellen Arbeitsgruppe an diesem Montag machen, sagte Hermanns Sprecherin am Freitag in Stuttgart. Die Gruppe will das weitere Vorgehen besprechen. Theoretisch möglich wäre auch, Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof in Mannheim einzulegen.

„Wir wollen auf weitere Rechtsmittel verzichten“, sagte Hermann. Seine Sprecherin erinnerte daran, dass das Land bereits gegen die Androhung des Zwangsgelds Beschwerde eingelegt hatte und damit vor dem Verwaltungsgerichtshof gescheitert war.

Gericht: Land unternimmt nichts, um Luft zu verbessern

Das Land Baden-Württemberg hatte 2016 zwei Anwohnern der stark mit Schadstoffen belasteten Kreuzung „Am Neckartor“ in einem Vergleich zugesagt, den Verkehr am Neckartor an Tagen mit hoher Luftbelastung ab 2018 um 20 Prozent zu reduzieren. Das Verwaltungsgericht Stuttgart setzte nun das Zwangsgeld in Höhe von 10.000 Euro fest, weil – so die Begründung – das Land nichts zur Umsetzung des Vergleichs unternehme.

Hermann verwies darauf, dass mittlerweile der Entwurf für einen neuen Luftreinhalteplan für Stuttgart vorliegt. Er solle noch in diesem Jahr in Kraft treten. Er enthalte auch eine Busspur am Neckartor. „Mit dieser Busspur wollen wir den Vergleich erfüllen.“ (dpa)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LOGISTIKREGION BADEN-WÜRTTEMBERG.

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