Berufskraftfahrer bleiben Mangelware

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Studie: Fahrerproblematik verschärft sich

Fahrer sind laut Studie weniger bereit, auf ein normales und geregeltes Sozialleben zu verzichten.

Brüssel Die Logistikbranche steht in den nächsten Jahren vor einem Nachwuchsproblem. Jeder vierte Berufskraftfahrer ist gegenwärtig älter als 55 Jahre und scheidet voraussichtlich in den nächsten 5 Jahren aus dem Berufsleben aus. Das geht aus einer Untersuchung des Heilbronner Verkehrswissenschaftlers Dirk Lohre hervor, die am 4. September in Brüssel veröffentlicht wurde.

Lohre führte die Untersuchung im Auftrag der ZF, der Dekra und des Magazins Fernfahrer durch. Danach schreitet die Industriealisierung des Transportgewerbes durch die Standardisierung der Betriebsabläufe in den nächsten Jahren weiter fort, was neue Erfordernisse an die Qualifikation der Fahrer mit sich bringt. Gleichzeitig gibt es einen Wertewandel bei den Beschäftigten der Branche, die weniger bereit sind als in der Vergangenheit, auf ein normales und geregeltes Sozialleben zu verzichten. Dadurch wird es schwerer, Fahrer insbesondere für den Tramp- und Fernverkehr zu rekrutieren.

Größere Betriebe hätten mehr Chancen mit diesen Herausforderungen fertig zu werden, sagte Lohre bei der Vorstellung der Studie. Die Unternehmen müssten ihre Betriebsabläufe weiter optimieren und das vorhandene Potential ihres Personals besser ausschöpfen. „Fahrer werden künftig mehr fahren Dafür müssen neue Konzepte entwickelt werden." Die Studie beruht auf ausführlichen Befragungen von Fernfahrern und Experten. (tw)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LKW-FAHRER & BERUFSKRAFTFAHRER.

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