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E-Commerce, Onlinehandel

Müll, parkende Lieferfahrzeuge, übergroße Kartons – viele Online-Shopper wünschen sich mehr Umweltschutz und
Nachhaltigkeit und sehen dabei auch die Händler in der Pflicht

©William_Potter/Getty Images/iStock

Studie: Bitkom skizziert die Zukunft des E-Commerce

Der Digitalverband befragte für die Untersuchung "E-Commerce und stationärer Handel: So digital shoppen die Deutschen" 514 Versender und über 1000 Onlineshopper.

Berlin. Beim Onlinehandel im Jahr 2030 übernimmt künstliche Intelligenz viele Logistikaufgaben, etwa die Planung von Routen oder das Bestellen von Waren. Damit rechnen 71 Prozent der Händler, geht aus der Studie "E-Commerce und stationärer Handel: So digital shoppen die Deutschen" hervor, den der Digitalverband Bitkom Mitte Juli veröffentlicht hat. Im Januar befragten die Experten von Bitkom Research dazu 514 Unternehmen ab 50 Mitarbeitern mit Logistikprozessen. Dass Waren in zehn Jahren mit autonomen Fahrzeugen zwischen Firmen transportiert werden, glauben 59 Prozent der Befragten. Immerhin 42 Prozent können sich vorstellen, dass Waren 2030 mit autonomen Drohnen bis zum Endkunden transportiert werden. Insgesamt sind 92 Prozent davon überzeugt, dass digitale Technologien künftig helfen, die Transportkette von Produkten zu beschleunigen.

Verstopfte Straßen und Müllproblem

Weiteres Detail der Studie: Die Händler sehen auch Probleme, die der wachsende Online-Handel mit sich bringt. 46 Prozent der Befragten klagen über verstopfte Straßen durch zunehmenden Lieferverkehr insbesondere in den Innenstädten. 48 Prozent der Handelsunternehmen belastet außerdem ein gestiegenes Müllaufkommen. Aus Bitkom-Sicht können smarte Technologien helfen, Verpackungsmüll zu verringern und zum Beispiel vor dem Verpacken die passende Kartongröße identifizieren. Dadurch lasse sich nicht nur Müll vermeiden, sondern zugleich Platz im Lieferfahrzeug sparen.

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Onlineshopper für Mehrwegkartons und Packstationen

Auch 35 Prozent der Onlineshopper nerven parkende Lastwagen von Lieferdiensten auf der Straße und dem Radweg, geht weiter aus der Studie hervor. Mehr als 1000 Personen ab 16 Jahren wurden dazu im Oktober 2019 befragt. 70 Prozent stört demnach der viele Müll, der durch das Online-Shopping entsteht. Für viele sind daher Mehrwegkartons (86 Prozent) oder eine CO2-Kompensation (37 Prozent) eine Option. Für eine umweltfreundliche Verpackung würde jeder zweite Empfänger sogar einen Aufpreis in Kauf nehmen. 59 Prozent der Onlineshopper wünschen sich die Zustellung über eine persönliche Paketbox, 37 Prozent die Lieferung per Drohne auf den Balkon oder die Terrasse.

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Handelslogistik & E-Commerce, Transportverpackungen & Behälter


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