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Aktuell gibt es erheblich weniger verfügbare Kapazität im Straßentransportmarkt als noch zu Beginn der Corona-Pandemie vor einem Jahr

©Peter Steffen/dpa/picture alliance

Straßentransportkapazität auf dem Spotmarkt normalisiert sich

Die Straßentransportkapazität und Preise auf dem europäischen Spotmarkt haben sich ein Jahr nach Beginn der Coronapandemie normalisiert, ergab eine Analyse des Transport Market Monitors (TMM) von Transporeon.

Ulm. Die Logistikplattform Transporeon verzeichnet ein Jahr nach Einsetzen der Corona-Krise eine zunehmende Normalisierung auf dem Straßentransportmarkt in Europa. Nach aktuellen Auswertungen des Transport Market Monitors (TMM), der auf Basis von jährlich mehr als 1,8 Millionen Frachtaufträgen über den Spotmarkt generiert wird, fiel der Index für freie Straßentransportkapazität auf dem europäischen Spotmarkt im März 2021 um minus 8,9 Prozent. Er liegt nunmehr bei 102,2 Punkten. Aktuell gebe es erheblich weniger verfügbare Kapazität im Markt als zu Beginn der Corona-Pandemie vor einem Jahr, so Transporeon. Der Kapazitätsindex fiel um minus 19,7 Prozent im Vergleich zum März 2020. Die Transportpreise bewegten sich den TMM-Daten zufolge mit plus 0,7 Prozent allerdings nur minimal im Vergleich zum Vormonat. Sie liegen nun bei 98,6 Indexpunkten. Damit weichen sie nur minus 0,3 Prozent vom Vorjahreswert ab.

„Wir erleben eine zunehmende Normalisierung auf dem Straßentransportmarkt in Europa. Die Preise liegen auf Vorjahresniveau und die Transportkapazitäten haben sich deutlich von den durch die Corona-Pandemie bedingten Schwankungen im letzten Frühjahr abgesetzt“, kommentiert Nikolay Pargov, Executive Director Freight Procurement & Audit bei Transporeon, die Analyse.

Brexit-Auswirkungen schwächen sich ab

Auch die Auswirkungen des Brexits schlagen sich demnach weniger deutlich nieder als zuvor. So stieg die Transportkapazität auf der Strecke von Frankreich nach Großbritannien den TMM-Daten zufolge im März 2021 im Vergleich zum Vormonat um plus 7,8 Prozent auf 134,6 Indexpunkte. Sie liegt damit 7,8 Prozent höher als im März 2020. Steigende Kapazitäten ließen sich auf dieser Strecke bereits seit Beginn des Jahres beobachten, so Transpoeron.

Die Preise auf dem Korridor von Frankreich nach Großbritannien sinken demnach seit Jahresbeginn kontinuierlich. Befanden sie sich im Dezember 2020 aufgrund der mit dem Brexit verbundenen Unsicherheiten noch auf einem Zweijahreshoch von 154,3 Indexpunkten, liegen sie nunmehr bei 119,8 Indexpunkten. Das sind minus 6,5 Prozent weniger als im Vormonat. Im Jahresvergleich fielen die Preise auf der Route von Frankreich nach Großbritannien allerdings immer noch um 21,2 Prozent höher aus als im März 2020. (mh)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special FRACHTENBÖRSEN & TENDER-MANAGEMENT.

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Frachtenbörsen & Tender-Management, Transporeon Group


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