Autobahn A7 Baustelle Schild

Verkehrsprojekte sollen sich in Zukunft schneller umsetzen lassen

©Holger Hollemann/dpa/picture-alliance

Straßen und Schienen sollen schneller gebaut werden

Das Kabinett hat den Gesetzesentwurf verabschiedet, der bestimmte Vorbereitungen für neue Straßen unter Umständen bereits dann ermöglicht, wenn das Verfahren noch nicht abgeschlossen ist.

Berlin. Die Bundesregierung will die oft langwierige Planung und Genehmigung von Verkehrsprojekten beschleunigen. Das Kabinett verabschiedete am Mittwoch in Berlin einen Gesetzentwurf von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, demzufolge bestimmte Vorbereitungen für neue Straßen unter bestimmten Umständen schon beginnen dürfen, bevor das Verfahren ganz abgeschlossen ist.

Projektmanager sollen in Zukunft dafür sorgen, dass die Verfahren für den Straßen- und Schienenbau reibungsloser ablaufen. Im Bahnbereich sollen mehrere Schritte beim Einsenbahn-Bundesamt gebündelt werden, um Doppelarbeit zu vermeiden. Außerdem soll für mehr Schienenvorhaben als bisher direkt das Bundesverwaltungsgericht zusätzlich sein, also gleich die höchste Instanz.

Umweltschützer kritisieren die Pläne scharf. Aus Sicht des Naturschutzbunds Nabu etwa beinhaltet der Entwurf „massive Rückschritte im Umweltrecht”, Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger und Verbände würden stark eingeschränkt. Die Umweltverbände sehen eine frühe Beteiligung als einen Weg, die Akzeptanz der Bürger für Bauprojekte zu steigern und damit auch das Verfahren zu beschleunigen. (dpa/sno)

Die Strategie Planungsbeschleunigung des Bundesverkehrsministeriums gibt es unter diesem Link:
https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Publikationen/G/innovationsforum-planungsbeschleunigung-strategiepapier.html?nn=214128

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special VERKEHRSINFRASTRUKTUR BAU & FINANZIERUNG.

1000px 588px

Verkehrsinfrastruktur Bau & Finanzierung, Verkehrspolitik Deutschland


WEITERLESEN: