Stena Line setzt auf die Schiene

Im Rostocker Hafen erfolgt die Verladung auf die Fähren der Stena Line-Route Rostock-Trelleborg

©Stena Line

Stena Line setzt auf die Schiene

Die schwedische Reederei bietet in Kooperation mit RCA und Greencargo einen direkten Güterzug von Wien nach Trelleborg an und baut damit ihr schienenbasiertes Transportangebot im Vor- und Nachlauf der Fährrouten aus.

Kiel. Die schwedische Reederei Stena Line baut ihr schienenbasiertes Logistikangebot an Land aus. In Kooperation mit RCA und Green Cargo bietet die Fährreederei seit Mai feste Slots auf den Eisenbahnfähren an, um die direkten Güterzuge von Wien nach Trelleborg zu transportieren. Zunächst zwei Mal pro Woche verkehrt der Zug von Österreich nach Schweden und nutzt ab Rostock die Eisenbahnfähren von Stena Line über die Ostsee. 

Beladen mit Fracht aus Italien, Slowenien und Ungarn durchquert der RCA-Zug auf rund 1000 Kilometern Österreich, Tschechien und Deutschland. Im Rostocker Hafen erfolgt die Verladung auf die Fähren der Stena Line-Route Rostock-Trelleborg, die bis zu drei Mal am Tag ablegen. In Trelleborg übernimmt Green Cargo den Zug für die Weiterfahrt in Skandinavien. Für die Strecke Wien-Trelleborg benötigt der Zug rund. 30 Stunden mit einer Mehrsystemlok. Die konventionellen Güterwaggons transportieren Stahl, Langschienen, Haushaltsgeräte und Forstprodukte.  

Der direkte Zug Wien-Trelleborg ist nach Angaben von Stena Line ein weiterer Schritt, das schienenbasierte Transportangebot im Vor- und Nachlauf der Fährrouten auszubauen. Neben der Möglichkeit des direkten Eisenbahnverkehrs zwischen Deutschland und Schweden via Rostock und Sassnitz nach Trelleborg bietet die Reederei verschiedene Zuglösungen in Kooperation mit Eisenbahnoperateuren an. So vermarket Stena Line seit kurzem gemeinsam mit Kombiverkehr die Relation Duisburg-Kiel-Göteborg. (sno)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special SEEFRACHT & HÄFEN.

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