Spezial-Lkw, Pavement Scanner

Der 22 Tonnen schwere Spezial-Lkw ist mit Lasern und Kameras ausgestattet, um den Straßenzustand während der Fahrt zu erkennen

©Friederike von Heyden/Bergische Universität Wuppertal

Spezial-Lkw entdeckt Straßenschäden bei der Fahrt

Der mehrere Millionen Euro teure 22-Tonner ist an der Wuppertaler Universität entwickelt worden und wird als „Pavement-Scanner“ zu Forschungszwecken eingesetzt.

Wuppertal. Straßenschäden während der Fahrt erkennen, bevor sie sichtbar werden und für Staus sorgen: Das soll ein am Dienstag in Wuppertal vorgestellter, mehrere Millionen Euro teurer Spezial-Lastwagen mit reichlich Elektronik leisten. In Anwesenheit von Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) nahm die Bergische Universität Wuppertal das spezielle Messsystem in einem Lkw am Dienstag offiziell in Betrieb. Der 22-Tonner wird als „Pavement-Scanner“ (etwa: Erfassungsgerät für den Straßenzustand) bezeichnet.

Unter der Leitung von Prof. Hartmut Beckedahl wurde das Gerät an der Wuppertaler Universität entwickelt. Der 22 Tonnen schwere Lkw mit Lasern und Kameras funktioniere wie ein „MRT für die Straße“, erklärte der Forscher. Das Fahrzeug ist so ausgestattet, dass es während der Fahrt beispielsweise die Tragfähigkeit einer Fahrbahn oder vorhandene Risse messen kann – ohne die Straße zu berühren. „Es ist ein Fahrzeug, das mit dem Verkehrsfluss messen kann“, so Beckedahl - mit einer Geschwindigkeit von bis zu 80 Kilometern.

Die Bergische Universität Wuppertal ist nach eigenen Angaben die einzige Hochschule weltweit, die einen Pavement-Scanner zu Forschungszwecken betreibt. Zwei Jahre haben Planung und Herstellung gedauert. (dpa/ag)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special TRENDS & INNOVATIONEN IN LKW- UND FAHRZEUGTECHNIK.

1000px 588px

Trends & Innovationen in Lkw- und Fahrzeugtechnik

WEITERLESEN: