Spanien

Spaniens Wettbewerbshüter verhängen Strafgelder gegen Transportunternehmer

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Spanien: Millionenstrafe für Transportkartell im Hafen Bilbao

Die spanischen Wettbewerbshüter haben eine Millionenstrafe gegen ein LKW-Güterverkehrs-Kartell im Hafen von Bilbao erlassen

Bilbao. Die spanischen Wettbewerbshüter haben eine Millionenstrafe gegen ein LKW-Güterverkehrs-Kartell im Hafen von Bilbao erlassen. Die zuständige Nationale Wettbewerbskommission Spaniens (Comisión Nacional de Competencia – CNC) hat wegen Errichtung eines Kartells im LKW-Güterverkehr im Hafen von Bilbao Sanktionsgelder in Höhe von mehr als sieben Millionen Euro gegen den Verband unabhängiger Fuhrunternehmer in der Provinz Biscaya (Sintrabi) sowie die drei mitverantwortlichen Transporteure Bidetrans, C.B. Bilbao und Transmeta verhängt. Auf den Verband entfiel ein Strafgeld von 4,6 Millionen Euro und auf die drei Fuhrunternehmen Geldstrafen zwischen 300.000 und 1,4 Millionen Euro. Nach Angaben der CNC teilten die Kartellmitglieder Kunden untereinander auf, führten Preisabsprachen in Bezug auf Entfernung und Art der Ladung durch und kontrollierten die strikte Einhaltung der Abmachungen.

Kartellamtliche Sanktionen wegen Wettbewerbsbehinderungen durch Preis- und Rabattabsprachen im Straßentransport in Bilbaos Hafen seitens des Verbands Sintrabi und zahlreicher Fuhrunternehmen erfolgten bereits 2001 und wurden von der Audiencia Nacional zuletzt 2008 gerichtlich bestätigt. Wegen der nachgewiesenen Weiterführung des Kartells leitete die CNC schließlich Ende 2009 das Sanktionsverfahren gegen Sintrabi und 25 Transportunternehmen ein, welches mit der Verhängung von Strafgeldern im Oktober 2011 endete. (ra) 

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special SPANIEN UND PORTUGAL – TRANSPORT & LOGISTIK.

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Spanien und Portugal – Transport & Logistik


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