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A 3 Ausbau

Symbolischer Spatenstich (v.l.): Kerstin Schreyer (CSU), Markus Söder (CSU) und Andreas Scheuer (CSU)

©Daniel Karmann/dpa/picture-alliance

Söder und Scheuer geben Startschuss für weiteren A 3-Ausbau

Für Markus Söder ist die A 3 zwischen Nürnberg und Würzburg eine Leidensstrecke. In fünf Jahren soll das vorbei sein. Der Ausbau auf sechs Fahrstreifen hat begonnen.

Wachenroth. An der Autoban 3 zwischen Nürnberg und Würzburg haben die Bauarbeiten für den sechsstreifigen Ausbau begonnen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bezeichnete das Autobahn-Teilstück zum Baustart am Freitag wegen häufiger Behinderungen als eine „Leidensstrecke der Franken“. Die Strecke soll bis zum Jahr 2025 durchgehend sechsstreifig befahrbar sein. Gemeinsam mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (beide CSU) tätigte Söder am Freitag in der Nähe von Wachenroth den symbolischen Spatenstich für das Milliardenprojekt.

Größtes Problem: Stau

Mit dem auf fünf Jahre angesetzten Bau soll ein 76 Kilometer langer Abschnitt zwischen dem Kreuz Fürth/Erlangen und dem Kreuz Biebelried erweitert werden. Auf dem Abschnitt rollen nach Angaben des bayerischen Verkehrsministeriums täglich bis zu 90.000 Fahrzeuge. Häufig werden sie derzeit von Staus gebremst. „So lange ich mich erinnern kann, seit meiner Kindheit: Es ist immer Stau, Stau, Stau“, sagte Söder.

Er betonte, die Individual-Mobilität bleibe über längere Zeit wichtig – trotz aller Anstrengen, zu alternativen Formen der Fortbewegung zu kommen und das Wachstum des Individualverkehrs einzudämmen. Die Autobahn werde durch den Ausbau nicht einfach schneller, sie werde sicherer.

„Wir hoffen sehr, dass wir am Ende nachhaltiger, leiser und sicherer fahren können“, sagte der Ministerpräsident und verwies auf zahlreiche Lärmschutzwände zum Schutz der Bevölkerung in den Orten entlang der Strecke. Der Ausbau von Autobahnen sei noch zeitgemäß, wenn der Verkehr leiser werde, flüssiger und damit schadstoffärmer.

Die Kosten des Projekts

Der Ausbau wird in einer öffentlich-privaten Partnerschaft (Public Private Partnership, PPP) erfolgen. Die Kosten für den Ausbau sowie den Betrieb und die Instandhaltung über 30 Jahre, die der private Auftragnehmer übernehmen wird, belaufen sich auf 2,8 Milliarden Euro. Die reinen Baukosten taxierte Söder am Freitag auf mehr als eine Milliarde Euro.

Wenn die Bauarbeiten im Jahr 2025 wie geplant zu Ende gehen, werde die A 3 auf der gesamten Strecke zwischen der hessischen Landesgrenze und Nürnberg auf sechs Fahrstreifen befahrbar sein. Zwischen Aschaffenburg und Würzburg ist der Ausbau bereits nahezu fertiggestellt. Der letzte dort noch im Bau befindliche Abschnitt bei Würzburg soll 2021 für den Verkehr freigegeben werden. (dpa/ja)

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