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Krim-Brücke

Die annektierte ukrainische Halbinsel Krim ist nun auch für schwere Lkw von Russland aus über den Landweg zu erreichen (Symbolbild)

©Alexandr Polegenko/dpa/picture-alliance

Schwere Lkw können erstmals Brücke zur Krim befahren

Russland hat eine umstrittene Brücke auf die annektierte ukrainische Halbinsel für schwere Lastwagen freigegeben. Damit gestaltet sich künftig die Versorgung der Menschen vor Ort einfacher.

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Kertsch. Russland hat eine umstrittene Brücke auf die annektierte ukrainische Halbinsel Krim für schwere Lastwagen freigegeben. Damit könne die Bevölkerung künftig besser versorgt werden, berichteten russische Medien am Montag. Bislang durften nach Angaben des Betreibers seit der Eröffnung Mitte Mai nur Autos, Busse und Kleinlaster die 19 Kilometer lange Brücke passieren.

Mit der Freigabe für schwere Lastwagen dürfte sich die Versorgung der Menschen auf der Krim einfacher gestalten. Güter wurden bislang überwiegend auf Fähren auf die Halbinsel gebracht. Bei Sturm oder starkem Nebel konnten diese jedoch nicht immer auslaufen. Die Bevölkerung hofft auch, dass Lebensmittel etwas preiswerter werden.

Die Brücke ist höchst umstritten. Russland hatte die Halbinsel im März 2014 annektiert. Der Westen verurteilt das Vorgehen als völkerrechtswidrig, die Ukraine sieht die Region noch immer als Teil ihres Staatsgebietes an. Die Krim war bis zur Fertigstellung der Brücke nicht von Russland aus über einen direkten Landweg zu erreichen.

Seit der Eröffnung haben nach offiziellen Angaben rund 2,8 Millionen Fahrzeuge die Brücke passiert. Im Dezember nächsten Jahres soll auch der Eisenbahnverkehr aufgenommen werden. (dpa/ag)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special UKRAINE – TRANSPORT & LOGISTIK.

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