zurück zum thema
Polizei, Kontrolle, Lkw

Insgesamt kam am es in der Schweiz 2020 bei Schwerverkehrskontrollen zu 22.519 Beanstandungen (Symbolbild)

©Uli Deck/dpa/picture-alliance

Schweiz: Weniger Schwerverkehrskontrollen wegen Corona

Bei den Fahrzeugen, die die Behörden kontrolliert und beanstandet haben, zeigten sich als Hauptgründe die gleichen Mängel wie schon im Vorjahr.

Bern. Die Polizeien und die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) haben in der Schweiz im Jahr 2020 weniger Schwerverkehrskontrollen als noch im Vorjahr durchgeführt. Das geht aus einer aktuellen Medienmitteilung des Bundesamts für Straßen (ASTRA) hervor. Insgesamt wurden 138.848 Lastwagen, Sattelschlepper, Lieferwagen und Busse kontrolliert. Dabei kam es zu 22.519 Beanstandungen, in 4207 Fällen wurden die Fahrzeuge stillgelegt oder den Fahrern wurde die Weiterfahrt verwehrt. Als Grund für den Rückgang der Kontrollen wird die Corona-Krise genannt. Der Verkehr habe stark abgenommen, zudem hätten die Polizeien ihre Mitarbeiter im Rahmen der Pandemiebewältigung für andere Aufgaben benötigt, wodurch die Schwerverkehrskontrollen während des ersten Lockdowns zurückgefahren worden seien.

Die Zahlen zu den Kontrollen im Detail

Insgesamt haben die Polizeien in der Schweiz 2020 in den sieben Schwerverkehrskontrollzentren 28.020 Lastwagen, Sattelschlepper, Lieferwagen und Busse kontrolliert. Das sind 10,2 Prozent weniger als 2019. Beanstandet wurden 1623 schweizerische (+0,8 Prozent) und 7573 ausländische Fahrzeuge und/oder Fahrer (-15,3 Prozent). Davon mussten 339 schweizerische (+4 Prozent) und 2033 ausländische Fahrzeuge stillgelegt und/oder den Fahrern die Weiterfahrt verwehrt werden (-30,5 Prozent). 

Nebst den Kontrollen in den Schwerverkehrskontrollzentren führten die Polizeien auch mobile Kontrollen durch. Bei diesen seien 2020 insgesamt 57.041 Lastwagen, Sattelschlepper, Lieferwagen und Busse kontrolliert worden (-6,9 Prozent gegenüber 2019). Davon wurden 6049 schweizerische (-2,4 Prozent) und 3475 ausländische Fahrzeuge und/oder Fahrer (-11 Prozent) beanstandet; stillgelegt respektive die Weiterfahrt verwehrt werden mussten 1202 schweizerischen (-10,6 Prozent) und 633 ausländischen Fahrzeugen und/oder Fahrern (-19,9 Prozent).

Hauptgründe für Beanstandungen und Stilllegungen bleiben wie in den letzten Jahren das Missachten von Abmessungen und Gewichten (9263 Fälle, -3 Prozent gegenüber 2019), technische Mängel (5924 Fälle, -10,1 Prozent gegenüber 2019) und das Nichteinhalten der Arbeits- und Ruhezeiten (3315 Fälle, -23,2 Prozent gegenüber 2019). Manipulationen am Abgassystem (unter anderem Adblue-Manipulationen) wurden 34-mal festgestellt (-20,9 Prozent gegenüber 2019). Es ist laut Medienmitteilung zu beachten, dass bei diesen Zahlen Mehrfachnennungen möglich sind.

Die EZV hat 2020 insgesamt 53.787 Lastwagen, Sattelschlepper, Lieferwagen und Busse verkehrspolizeilich kontrolliert. Davon seien 299 schweizerische und 3500 ausländische Fahrzeuge und/oder Fahrer im Sinn der Schwerverkehrsstatistik beanstandet worden. Hauptgründe dafür waren das Missachten von Abmessungen und Gewichten (3306 Fälle), technische Mängel (400 Fälle) und das Nichteinhalten der Arbeits- und Ruhezeiten (300 Fälle). Mehrfachnennungen seien auch hier möglich. (ja)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LKW-LANDVERKEHR & STÜCKGUT.

1000px 588px

Lkw-Landverkehr & Stückgut, Schweiz, Verkehrssicherheit


WEITERLESEN: