Andreas Scheuer

Andreas Scheuer hält die Bahn-Kritik des Bundesrechnungshofs für überzogen

©Sammy Minkoff/dpa/picture-alliance

Scheuer verteidigt Auslandsgeschäft der Bahn

Der Bundesverkehrsminister weist die Kritik des Bundesrechnungshofs zurück: Die Bahn kompensiere ihre rückläufigen Erträge entsprechend.

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Berlin. Zu wenig Verkehr von der Straße geholt, Marktanteile verloren, planlos im Auslandsgeschäft - diese Bahn-Kritik des Bundesrechnungshofs ist aus Sicht von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) überzogen. Mit Töchtern im Ausland kompensiere der Konzern rückläufige Erträge der Bahn in Deutschland, sagte Scheuer am Donnerstag bei einer Branchentagung in Berlin. „Eine Bahn allein für Deutschland ist zu kurz gesprungen.“

In den vergangenen Wochen war darüber diskutiert worden, ob die Bahn ihre profitable Auslandstochter DB Arriva verkaufen soll, um Geld für zusätzliche Investitionen in Züge und Schienen zu bekommen. Über die Finanzierung hatte Scheuer am Mittwoch mit dem Bahnvorstand beraten. Er ließ am Donnerstag aber offen, woher das zusätzliche Geld kommen soll.

Der Bundesrechnungshof hatte die Bahn-Politik des Bundes kürzlich umfassend kritisiert. Es fehlten klare Prioritäten und eine wirksame Kontrolle. Scheuer stimmte zu, dass die Bahn Marktanteile verloren habe – mehr Wettbewerb sei aber das Ziel der Bahnreform 1994 gewesen.

Richtig sei auch, dass die Schiene ihren Anteil am gesamten Verkehr nicht steigern konnte. Das liege aber daran, dass der Verkehr auf Straße, im Luftverkehr und auf der Schiene gleichermaßen wachse. (dpa/fa)

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Railcargo & KV, Scheuer, Andreas, Deutsche Bahn

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