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Das Hermes-Barometer macht auch deutlich, dass die Unternehmen grundsätzlich an der Sicherung ihrer Supply Chain arbeiten (Symbolfoto)

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Risikoprävention: Viele Unternehmen ohne ganzheitliches Risikomanagement

Eine Mehrheit der Unternehmen geht von einer Verschärfung des Risikoumfeldes aus, trotzdem betreibt nur eine Minderheit ein ganzheitliches Risikomanagement in ihrer Supply Chain.

Hamburg. Obwohl eine Verschärfung der Gefährdungslage erwartet wird, betreiben laut dem 11. Hermes-Barometer zum Thema „Risikoprävention und Versorgungssicherheit in der Supply Chain“, nur vier von zehn Unternehmen ein ganzheitliches Risikomanagement in ihrer Supply Chain. Hierfür hatte Hermes Germany 200 Logistikentscheider in deutschen Unternehmen befragt.

Im Vergleich zu den Ergebnissen des Barometers aus dem Jahr 2015 gibt es damit laut Hermes nur marginale Abweichungen: Laut des aktuellen Hermes-Barometers betreiben derzeit 39 Prozent der Unternehmen einen ganzheitlichen Ansatz für ihre Lieferkette. Vor vier Jahren waren es 37 Prozent der Befragten.

Jedes zweite Unternehmen erwartet eine Verschärfung des Risikoumfeldes

Gleichzeitig geht aber jedes zweite Unternehmen (50 Prozent) davon aus, dass das Beschaffungsmanagement ihres Unternehmens in Zukunft eine deutliche Verschärfung des Risikoumfeldes verzeichnen wird. 2015 stimmten dieser Aussage lediglich 41 Prozent der Logistikentscheider zu. Darüber hinaus sind 64 Prozent der Befragten der Meinung, dass auch die Informationsrisiken durch Hackerangriffe oder Computerviren eine zunehmende Bedrohung darstellen (plus 15 Prozent im Vergleich zu 2015).

Es sei nicht nachvollziehbar, warum nur so wenige Unternehmen eine ganzheitliche Risikoprävention und Bewältigung verfolgen, sagte daher Jan Bierewirtz, CCO und Division Manager Commercial bei Hermes International, einem Geschäftsbereich von Hermes Germany.

Notfallpläne und Frühwarnsysteme

Ganz ohne Lösungen stehen die Unternehmen aber nicht da: 57 Prozent der befragten Unternehmen haben für Risiken mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit einen Notfallplan erstellt. Jedes zweite Unternehmen verfügt darüber hinaus über ein Frühwarnsystem, um sofort auf mögliche Gefahren innerhalb der Lieferkette reagieren zu können. Zusätzlich nutzt ein großer Teil der Unternehmen bereits verschiedene Methoden und Maßnahmen, um Risiken innerhalb der Lieferkette vorab zu identifizieren. „Hier sehen wir, dass die Unternehmen grundsätzlich an der Sicherung ihrer Supply Chain arbeiten“, kommentiert Bierewirtz die Ergebnisse.

Als sehr wichtige Gründe für die Risikoprävention innerhalb der Lieferkette identifizierte das Hermes-Barometer die Gewährleistung einer hohen Produktqualität (74 Prozent), die lieferantenseitige Einhaltung von Gesetzen (63 Prozent) oder die Sicherung der Versorgungssicherheit (57 Prozent). (tb)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special ARBEITSSICHERHEIT LAGER & UMSCHLAG.

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