Katherina Reiche

Katherina Reiche lässt sich von der Kritik an ihrem geplanten Wechsel in die Wirtschaft nicht beirren

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Reiche verteidigt Wechsel in die Wirtschaft

Die Staatssekretärin betont, ihr Bundestagsmandat erst zum 1. September niederlegen zu wollen.

Potsdam. Trotz Kritik an ihrem Wechsel in die Wirtschaft bleibt die CDU-Politikerin Katherina Reiche bei ihrer Entscheidung, ihr Bundestagsmandat erst zum 1. September niederzulegen. An diesem Tag tritt die bisherige Parlamentarische Staatssekretärin im Verkehrsministerium ihre neue Stelle als Hauptgeschäftsführerin des Verbands Kommunaler Unternehmen (VKU) an. „Mit der Übernahme des neuen Amtes werde ich mein Mandat als Abgeordnete des Deutschen Bundestages niederlegen“, erklärte die 41-Jährige am Donnerstag auf ihre Internetseite, wie die „Potsdamer Neuesten Nachrichten“ zuerst berichteten. Demnach bat Reiche Kanzlerin Angela Merkel (CDU), sie zum 4. Februar von ihrem Amt als Staatssekretärin zu entbinden. An dem Tag war sie von den VKU-Gremien gewählt worden.

Ebenfalls am Mittwoch hatte das Bundeskabinett ein Gesetz auf den Weg gebracht, demzufolge für Regierungsmitglieder bei einem Wechsel in die Wirtschaft künftig eine Sperrzeit von bis zu 18 Monaten gelten soll. Politiker anderer Parteien hatten kritisiert, dass Reiche ihren Seitenwechsel noch rechtzeitig ohne ausreichende Wartezeit vollziehe.

Diese verteidigte nun ihren Schritt: Seit vielen Jahren habe sie sich für Fragen der Energie-, Klima- und Umweltpolitik, der Ressourcen- und Wasserwirtschaft ebenso interessiert wie für die „Sicherstellung von kommunalwirtschaftlichen Modellen in Deutschland auf europäischer Ebene“. „Daher war das kurzfristige Angebot dieses traditionsreichen, kommunalen Spitzenverbandes, mir die Hauptgeschäftsführung anzuvertrauen, außerordentlich interessant“, schrieb Reiche. (dpa)

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