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Jett McCandless, Gründer und CEO von Project44, hat ehrgeizige Ziele für das Unternehmen

©Project 44

Project44 übernimmt Letzte-Meile-Spezialisten Convey

Damit deckt Project44 nun auch Paket- und Kuriersendungen sowie die Zustellung bis zur Haustür und die Retouren ab. Es ist bereits die dritte Übernahme für den Software-Anbieter in diesem Jahr.

Chicago. Project44, US-amerikanischer Anbieter von Lösungen für die Visibilität innerhalb der Lieferketten, hat am Dienstag die Übernahme des Unternehmens Convey mit Sitz in Austin (Texas) bekanntgegeben. Der Kaufpreis beläuft sich nach Unternehmensangaben auf 255 Millionen US-Dollar. Es ist die dritte und bisher größte Übernahme von Project44 in diesem Jahr. Zuletzt hatte das Unternehmen die Softwarefirma Clear Metal und den Seefracht-Spezialisten Ocean Insights gekauft.

Project44 wurde 2014 gegründet und ist nach eigenen Angaben einer der weltweit führenden Anbieter von Lieferkettentransparenz für Verlader und Logistikdienstleister. Gemeinsam mit Convey wolle man nun die gesamte globale End-to-End-Lieferkette bedienen und Echtzeittransparenz „vom Rohstoff bis zur Zustellung an der Haustür“ bieten.

Convey ist ein Spezialist für Last-Mile-Technologie. Das Unternehmen ermöglicht laut Project 44 „außergewöhnliche Direct-to-Consumer-Liefererlebnisse für mehr als 200 der weltweit größten Marken – darunter The Home Depot, Nieman Marcus, Ferguson und Ingram-Micro“. Das Unternehmen kombiniere Echtzeit-Visibilität, Post-Purchase-Erfahrungen (also Erfahrungen bei der Paketzustellung) und auf maschinellem Lernen basierende Analysen, um das Kundenerlebnis zu verbessern.

Einhorn-Status für Projekt44 seit Anfang dieses Jahres

Anfang 2021 hatte Project44 mit einer Bewertung von mehr als 1,2 Milliarden Dollar den Einhorn-Status erlangt. Mittlerweise ist das Unternehmen, gemessen an Umsatzrendite, Kundenzahl und Anzahl der Spediteure, nach eigenen Angaben der größte Anbieter von Visibilitätsplattformen. Durch die Übernahme von Convey könne Project44 mehr als 880 globale Verlader und Logistik-Drittanbieter mit einem Netzwerk von 113.000 Spediteuren, 2,6 Millionen Assets und mehr als 9 Milliarden Sendungsereignissen auf der letzten Meile verbinden.

Beide Unternehmen wollen nun die Art verändern, wie Unternehmen aus Veränderungen lernen und darauf reagieren – etwa bei Versandverzögerungen, ETA-Änderungen, dem Corona-bedingten Arbeitskräftemangel oder Hafenschließungen. Da in diesem Jahr eine schwierige Weihnachtssaison bevorstehe, sei die Nachfrage nach einer durchgängigen Auftragsvisibilität und prädiktiver (vorhersagbarer) Problemerkennung größer denn je. Mithilfe von Convey werde es zum Beispiel möglich sein, Probleme bei der Paketzustellung durch automatisierte Kundenkommunikation zu lösen, so Project 44.

„Unternehmen müssen nicht nur Aufträge erfüllen und Waren ausliefern. Sie müssen auch die richtigen Prognosen hinsichtlich Verfügbarkeit und Lieferung machen. Volatile Bedingungen, eine enorme Komplexität und Blind Spots entlang der Lieferkette erschweren das jedoch", sagte Jett McCandless, CEO und Gründer von Project44. Mit der Übernahme von Convey habe das Unternehmen dieses Problem gelöst. (sn)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special KEP – KURIER-, EXPRESS-, PAKETDIENSTE.

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