DAV-Präsident Josef Klenner

DAV-Präsident Josef Klenner fordert ein grundsätzliches Umdenken im Warenverkehr

©Christian Charisius/dpa/picture-alliance

Präsident des Alpenvereins fordert Umdenken im Warenverkehr

Nach Ansicht von Josef Klenner ist der Ausbau des Schienennetzes nicht die alleinige Lösung gegen für den zunehmenden Lkw-Verkehr auf der Straße.

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München. Der Präsident des Deutschen Alpenvereins (DAV), Josef Klenner, fordert zum Schutz der Umwelt vor allem im Alpenraum ein grundsätzliches Umdenken im Warenverkehr. Die Lösung für den zunehmenden Lastwagenverkehr auf der Straße sei nicht allein der Ausbau des Schienennetzes. „Wenn man die Lastwagen auf die Bahn umlädt, werden sie auch nicht weniger. Grundsätzlich müsste man den Warentourismus bekämpfen”, sagte Klenner der Deutschen Presse-Agentur in München. „Eine Ware nach Italien zu schaffen, um sie dort zu waschen und sie dann in Deutschland zu verarbeiten, ist schizophren.” 

Dennoch würden diese Wege weiter von der Wirtschaft vorangetrieben und durch die Förderpolitik der EU unterstützt. Hinzugekommen sei, dass die großen Unternehmen ihre Warenlager auf die Lastwagen verlagert hätten, um just in time produzieren zu können. Auch das steigere den Güterverkehr. „Es ist eine komplexe Situation, die sich über Jahrzehnte aufgebaut hat. Jetzt wird nach Lösungen gesucht, die eher die Symptome, aber nicht die Ursachen bekämpfen”, sagte Klenner.

Regionale Kreisläufe fördern

Auch mit dem Brenner-Basistunnel, der etwa 2027 eröffnet werden soll und mit dem mehr Waren auf die Schiene kommen sollen, werde der Güterverkehr keineswegs abnehmen, er werde nur verlagert. Regionale Kreisläufe müssten mehr gefördert werden. Gerade der Alpenraum sei gefährdet. Der Klimawandel zeige sich nirgends so deutlich wie hier. (dpa)

 

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