Polen: Fahrzeiten verkürzen sich deutlich

Auch in Polen ist der Fahrermangel in der Transportbranche ein Problem (Symbolfoto)

©Michal Fludra/NurPhoto/picture-alliance

Polnische Fuhrunternehmen leiden unter Fahrermangel

Polens Transporteure sehen sich mit großen Herausforderungen konfrontiert: Fahrermangel, Brexit, EU-Mobilitätspakt und die Öffnung des deutschen Arbeitsmarkts für Ukrainer.

Warschau. Die Nachfrage nach Dienstleistungen polnischer Straßentransporteure wird 2019 voraussichtlich in etwa auf dem hohen Niveau des vergangenen Jahres bleiben. Das geht aus einer Branchenanalyse der Santander Bank Polska hervor. Als größte Herausforderung wird darin neben dem ersten EU-Mobilitätspaket, einem eventuell harten „Brexit“ und steigenden Fahrerlöhnen auch die Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes für Arbeitskräfte aus der Ukraine bezeichnet.

Ein Teil der jetzt in Polen tätigen ukrainischen Fahrer werde in Deutschland dann Jobs zu deutlich attraktiveren Bedingungen suchen, heißt es in dem Bericht. Dies sei für Polen umso dramatischer, weil laut der Branchenanalyse der Santander Bank Polska im Land bereits aktuell bis zu 100.000 Fahrer und Kfz-Mechaniker fehlen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt für die polnischen Spediteure sei das Thema Emissionen. Nach Zahlen des polnischen Amtes für den Straßentransport erfüllen zwar bereits 77 Prozent aller einheimischen Lkw die EU-Abgasnormen Euro 5 oder Euro 6, doch die von der EU geplanten neuen Emissions-Grenzwerte erfordern der Studie zufolge massive Investitionen, um die Lkw-Flotten der polnischen Spediteure zu erneuern. (mk)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LKW-LANDVERKEHR & STÜCKGUT.

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