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Lkw-Kontrolle

Fahrzeugkontrolle in Polen

©Patreick Pleul/dpa/picture-alliance

Polen meldet auffällig viele Betrugsfälle mit Fahrtenschreibern

Das Zollamt hat Anfang des Jahres zahlreiche Lkw-Fahrer erwischt, die nicht ihre eigene Karte für den Fahrtenschreiber benutzten. In Polen sind recht hohe Strafen dafür vorgesehen.

Kattowitz. Das zuständige Zollamt hat seit Anfang des Jahres bei Kontrollen von Lkw eine auffällig hohe Anzahl von Betrugsfällen mit Fahrtenschreibern in Polen festgestellt. Dabei ging es darum, dass Lkw-Fahrer fremde Karten für die digitalen Fahrtenschreiber verwendeten und damit die Auflistung der eigenen Lenk- und Ruhezeiten, der gefahrenen Kilometer sowie der Geschwindigkeiten, verfälschten. So wurden etwa Karten des Bruders, Vaters, Chefs oder auch eines Kollegen ausgenutzt. Wer sich mit einer falschen Karte ausweise, müsse mit 2000 Zloty (knapp 500 Euro) Strafe, der Einbehaltung der Karte und Maßnahmen gegen den Auftraggeber der Lieferung rechnen. Auch die Spedition selbst könne rechtlich belangt werden.

Damit gehört das Fahren eines Lkw mit der Karte einer anderen Person zu den am strengsten geahndeten Gesetzesverstößen im polnischen Straßentransport. Bereits im kommenden Jahr wird es eine wichtige Weiterentwicklung bei den Fahrtenschreibern geben: Ab Mitte 2019 schreibt die EU für jedes neue, zum Straßentransport zugelassene Fahrzeug, die Einrichtung eines so genannten „intelligenten Fahrtenschreibers“ vor, der den Behörden in Zukunft eine Kontrolle der Daten sogar ohne Anhalten des Lkw ermöglicht. (mk)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special POLEN – TRANSPORT & LOGISTIK.

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Polen – Transport & Logistik, Kriminalität und Sicherheit in Transport & Logistik, Digitaler Tachograf & Lenk- und Ruhezeiten

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