Güterzug Polen

Trotz massiver Investitionen stagniert in Polen der Gütertransport auf der Schiene (Symbolfoto)

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Polen: Gütertransport auf der Schiene stagniert

Die Gelder, die seit Jahren in das polnische Schienennetz gesteckt werden, schlagen sich zwar in steigenden Fahrgastzahlen nieder, doch im Cargo-Geschäft gab es sogar einen leichten Rückgang.

Warschau. Trotz Milliardeninvestitionen steckt der polnische Schienengüter-Transport weiter in der Krise. Während der Passagiertransport auch im ersten Halbjahr dieses Jahres weiterhin zulegte, ging das Cargo-Volumen auf den Bahnstrecken des Landes im selben Zeitraum um über fünf Prozent zurück. Insgesamt wurden 117,1 Millionen Tonnen Güter transportiert. Die Arbeitsleistung betrug 27,6 Milliarden Tonnenkilometer.

Die für den Schienentransport zuständige Behörde UTK stellte das Minus besonders bei Massentransporten fest, während es bei Aufträgen für die Dienstleistungsbranchen aufwärts gehe. Auch im Intermodalbereich steige das Interesse. Marktführer PKP Cargo musste überdurchschnittlich Federn lassen und verlor 7,8 Prozent, in Arbeitsleistung gerechnet sogar 10,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und hat jetzt noch 40,8 Prozent Marktanteil. Die zweitplatzierte DB Cargo Polska erreichte 16,7 Prozent, auf Rang drei folgt mit 5,2 Prozent Lotos Kolej.

In jüngster Vergangenheit hatte der Schienengüter-Transport noch leicht zugenommen (2018 um circa vier Prozent und 2017 um rund acht Prozent, jeweils gegenüber dem Vorjahr). Im Jahr 2017 hatte PKP Cargo noch einen Marktanteil von über 44 Prozent, 2018 dann 43,5 Prozent. DB Cargo Polska kontrollierte 17,9 Prozent und letztes Jahr noch 16,4 Prozent des Marktes. (mk)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special RAILCARGO & KV.

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