Pkw Maut

Auch Luxemburg kann sich mit der Idee einer deutschen Pkw-Maut nicht anfreunden

©Christian Ohde/chromorange/picture-alliance

Pkw-Maut in Deutschland bleibt Luxemburg Dorn im Auge

Nach Ansicht von Luxemburgs Premierminister würde die Abgabe einen großen Einfluss auf den Grenzverkehr haben und den wirtschaftlichen Beziehungen schaden.

Luxemburg. Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel hat die für 2019 geplante Einführung der deutschen Pkw-Maut erneut kritisiert. „Sie ist und bleibt für Luxemburg ein Dorn im Auge”, sagte Bettel bei einem Treffen mit der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Montag im luxemburgischen Senningen. „Sie wird unseres Erachtens nach großen Einfluss auf den Grenzverkehr haben.”

Bereits 2017 hatte Bettel erklärt, Luxemburg sei der Überzeugung, dass eine Maut den wirtschaftlichen Beziehungen in der Großregion schade. Luxemburg gehört ebenso wie das französische Lothringen, Teile der belgischen Wallonie sowie die Länder Saarland und Rheinland-Pfalz zur sogenannten Großregion, in der tagtäglich mehr als 220.000 Pendler Ländergrenzen überqueren, um ihrer Arbeit nachzugehen. Allein im grenznahen Trier gehen nach Schätzungen 20 bis 30 Prozent des Umsatzes im Einzelhandel von rund einer Milliarde Euro pro Jahr auf Kunden aus Luxemburg und Frankreich zurück.

Die Einführung der Pkw-Maut auf Autobahnen und Bundesstraßen wird für 2019 angepeilt. Einen genauen Termin gibt es bisher nicht. Österreich und die Niederlande klagen gemeinsam gegen die Pkw-Maut vor dem Europäischen Gerichtshof. (dpa)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special NIEDERLANDE, BELGIEN UND LUXEMBURG – TRANSPORT, SPEDITION & LOGISTIK.

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