Sinn der Pfändungsfreigrenze ist es, dem Schuldner genug Geld für sein Existenzminimum zu lassen

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Pfändungsfreigrenze deutlich erhöht

Der unpfändbare Teil des Arbeitseinkommens liegt jetzt bei über 1000 Euro

Seit 1. Juli gelten höhere Pfändungsfreigrenzen für Arbeitseinkommen. Das teilte das Bundesjustizministerium mit. Der unpfändbare Grundbetrag liegt nun bei 1.028,89 Euro, statt bisher 985,15 Euro. Dieser Betrag kann sich noch erhöhen, etwa wenn gesetzliche Unterhaltspflichten des Schuldners vorliegen. Verdient der Betroffene mehr als den insgesamt ermittelten pfändungsfreien Betrag, verbleibt ihm ein bestimmter Anteil des Mehrbetrags. Genaue Beträge können über eine Broschüre des Ministeriums online abgerufen werden.

Der Pfändungsschutz soll sicherstellen, dass Schuldner trotz der Pfändung ihres Arbeitseinkommens über ein Existenzminimum verfügen, und auch ihre Unterhaltspflichten erfüllen können. Die jeweilige Höhe der Pfändungsfreigrenzen für Arbeitseinkommen wird jeweils zum 1. Juli eines jeden zweiten Jahres an die Entwicklung des steuerlichen Freibetrags für das so genannte sächliche Existenzminimum angepasst. (nck) 

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special ARBEITSRECHT & PERSONALWESEN FÜR SPEDITEURE UND LOGISTIKER.

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Arbeitsrecht & Personalwesen für Spediteure und Logistiker, Verkehrspolitik Deutschland


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