Abbiegeunfall

Die Stadt Osnabrück will möglicherweise mit Abbiegeverboten gegen Lkw-Unfälle vorgehen

©Peter Wuest/rtn/dpa/picture-alliance

Osnabrück erwägt Rechtsabbiegeverbot für Lkw

In Osnabrück will die Stadt Maßnahmen ergreifen, um Abbiegeunfälle zwischen Lkw und Radfahrern zu verhindern. Eine Idee: ein Abbiegeverbot für Lastwagen.

Osnabrück. Die Stadt Osnabrück überlegt offenbar auf bestimmten Strecken in der Innenstadt ein Rechtsabbiegeverbot für Lkw einzuführen. Das berichtet der „NDR“. Demnach überlege die Stadt Osnabrück, ob Lkw, die von außen auf den Stadtring kommen, nur noch links abbiegen dürfen sollen. Durch diese Maßnahme sollen schwere Abbiegeunfälle mit Radfahrern verhindert werden, die sich insbesondre auf am Osnabrücker Wallring in der Vergangenheit gehäuft hatten.

Den Informationen des „NDR“ zufolge werde Idee eines Rechtsabbiegeverbots für Lkw als eine mögliche Maßnahme diskutiert. Es gebe auch Nachteile wie etwa längere Fahrtstrecken und höheren Schadstoffausstoß, daher werde das Für und Wider gründlich abgewogen bevor aus der Idee ein konkreter Plan werde, so ein Stadtsprecher gegenüber dem Sender.

Spediteure sehen Idee skeptisch

Bei den örtlichen Spediteuren stoßen die Überlegungen der Stadt dem Bericht nach auf verhaltene Reaktionen. Der Spediteur Siegfried Serrahn etwa spricht sich dem „NDR“ gegenüber gegen ein solches Verbot und stattdessen für versetzte Ampelphasen aus. Zudem sehe er auch die Radfahrer selbst in der Verantwortung, an Kreuzungen vorsichtgier zu sein. Auch der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) ist laut „NDR“ der Meinung, dass andere Maßnahmen mehr dazu beitragen können, um die Sicherheit beim Aufeinandertreffen von Lastwagen und Radfahrern zu erhöhen.

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LOGISTIKREGION NIEDERSACHSEN.

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