Die Tarife für Euro 6-Fahrzeuge müssten nach Meinung der Wirtschaftskammer Österreich reduziert werden

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Österreich: Wirtschaft fordert ökologischere Maut

Die Wirtschaftskammer Österreich will, dass die Lkw-Maut ökologischer ausgestaltet wird. Die Kammer nennt dazu auch konkrete Vorschläge, wie das klappen kann.

Wien. Eine ökologischere Ausgestaltung der Lkw-Maut verlangt die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Konkret tritt sie für eine Mautbefreiung für Elektro- und Wasserstofffahrzeuge ein. Für gasbetriebene Fahrzeuge solle eine neue Mautkategorie eingeführt werden. Die Tarife für Euro 6-Fahrzeuge müssten nach Meinung der Kammer reduziert werden.

„Investitionen in schadstoffärmere oder sogar schadstofffreie Fahrzeuge müssen sich lohnen, und der öffentliche Verkehr muss attraktiver werden“, sagt Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der WKÖ. Nur so können wir den Individualverkehr reduzieren und den Wirtschaftsmotor klimaschonend wieder zum Laufen bringen“. Es sei zudem das Gebot der Stunde „nicht noch mehr Transport- und Verkehrsleistung innerhalb Österreichs an Billigstanbieter aus dem Ausland zu verlieren“.

Klimafreundlicher Ausbau der Schiene

„Es ist höchst an der Zeit, in klimafreundlichen Verkehr zu investieren“, fordert Klacska.  „Nach der Ankündigung des Klimaschutzministeriums, 40 Millionen Euro in die Fahrradinfrastruktur zu investieren, muss jetzt ein Unterstützungspaket für den gesamten Verkehrsbereich folgen.“ Dazu gehöre auch, die Schieneninfrastruktur so auszubauen, dass noch mehr Güterverkehr auf der Schiene rollen könne und Engpässe beseitigt werden. Dabei seien die Benutzungsentgelte für die Infrastruktur zu senken und die Steuer auf den Bahnstrom auf den EU-Durchschnitt anzupassen. (ms)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LKW-LANDVERKEHR & STÜCKGUT.

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