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Schienenverkehr

Der Güterverkehr kam im Gegensatz zum Personenverkehr auf der Schiene mit nur wenigen Einbußen durch das Pandemiejahr 2020

©Marco2811 / Fotolia

Österreich: Moderate Einbußen beim Schienengüterverkehr

Während der Personenverkehr in Österreich um fast die Hälfte einbrach, ging die Güterbeförderung auf der Schiene 2020 um nur sieben Prozent zurück.

Wien. Anders als der österreichische Personenverkehr, der im Vorjahr um fast die Hälfte eingebrochen ist, verzeichnete der Güterverkehr auf der Schiene 2020 nur moderate Einbußen. Laut Bilanz der Schienen-Control gingen sowohl das Aufkommen (beförderte Gütermenge) als auch die Verkehrsleistung (Tonnenkilometer) um jeweils 7 Prozent zurück.

„Ein Positives hat's aber“, sagte Maria-Theresia Röhsler, Geschäftsführerin der Schienen-Control, „durch die geringere Anzahl an Zügen im Streckennetz war die Pünktlichkeit der Züge mit 97,2 Prozent deutlich höher als 2019 mit 95,2 Prozent.“ Im Güterverkehr beginnt die Verspätung erst ab 30 Minuten nach der geplanten Ankunftszeit.

RCA hat höchsten Marktanteil

Die ÖBB-Tochter Rail Cargo Austria hatte im Gütertransport mit 66,9 Prozent den höchsten Marktanteil bei den Nettotonnenkilometern (2019: 68,2 Prozent). Fünf weitere Unternehmen hatten Marktanteile von jeweils mehr als 3 Prozent: Die deutsche Lokomotion mit 4,9 Prozent, die TX Logistik mit 4,8 Prozent, die Wiener Lokalbahnen Cargo mit 3,77 Prozent, die Cargo Service (CargoServ) mit 3,7 Prozent und die LTE mit 3,03 Prozent.

Am stärksten ausgeprägt ist der Wettbewerb auf der Brenner- und Westachse, hier erbrachten die Mitbewerber in Summe bereits 45 beziehungsweise 49 Prozent der gesamten Verkehrsleistung. Mit jeweils etwa 40 aktiven Unternehmen waren die Weststrecke und die sonstigen internationalen Achsen (etwa Tauern- und Semmeringstrecke) die von den meisten Unternehmen befahrenen Abschnitte im Güterverkehr. (ms)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special RAILCARGO & KV.

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Railcargo & KV, Österreich


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