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eWayBW Oberleitungs-Lkw Murgtal

Die Oberleitungs-Lkw nehmen jetzt den Realbetrieb auf

©Verkehrsministerium Baden-Württemberg

Oberleitungs-Lkw nehmen den Realbetrieb auf

In Baden-Württemberg gehen die Oberleitungs-Lkw im Murgtal in den Realbetrieb, zum Start sind zwei Fahrzeuge von Scania im Einsatz.

Stuttgart. Nach einer längeren Testphase können nun elektrische Oberleitungslastwagen im Murgtal auch im Realbetrieb fahren und von Speditionen eingesetzt werden. Die Vorbereitungen sind laut dem Verkehrsministerium Baden-Württemberg abgeschlossen. Testfahrten auf der Pilotstrecke im Landkreis Rastatt hätten stattgefunden sowie auch notwendige Schulungen etwa für Betriebspersonal und Fahrer, teilte das Ministerium am Dienstag, 21. September, mit. „Nun können endlich die Transporte, die bisher noch von Diesel-Lkw durchgeführt wurden, durch die leiseren und schadstoffärmeren Oberleitungs-Hybrid-Lkw übernommen werden“, sagte Minister Winfried Hermann (Grüne) laut einer Mitteilung.

Die bundesweit erste Bundesstraßenstrecke für elektrisch betriebene Oberleitungslastwagen war Ende Juni offiziell in Betrieb genommen worden. Auf dem 18 Kilometer langen Abschnitt der stark frequentierten Straße startete Anfang Juli der Betrieb für das „eWayBW“ genannte Pilotprojekt. Dafür waren zwei Teilabschnitte von insgesamt vier Kilometern Länge mit Oberleitungen versehen worden. Sensoren in den Lastwagen erkennen, ob über ihnen eine Oberleitung ist und nehmen dann Strom für ihren E-Motor auf.

Lösung mit einem Fahrzeugpool

Auf der Pilotstrecke werden nun von zwei Speditionen jährlich etwa 500.000 Tonnen Papier im Rund-um-die Uhr-Betrieb von drei Papierherstellern in Gernsbach-Obertsrot in ein Logistikzentrum nach Kuppenheim transportiert. Zum Start des Regelbetriebs stehen zwei Oberleitungs-Lkw von Scania zur Verfügung. Drei weitere Fahrzeuge sollen bis Mitte Oktober folgen.

Die Fahrzeuge werden nicht direkt von den beteiligten Speditionen angemietet. Vielmehr wurde eine Poollösung geschaffen, bei der die Fahrzeuge zunächst von Trapico, einer Tochter der Südwestdeutschen Landesverkehrs-AG (SWEG), angemietet werden und dann innerhalb des Fahrzeugpools den Speditionen flexibel zur Verfügung stehen. Das 28 Millionen teure Projekt wird wissenschaftlich begleitet. (dpa/tb)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LKW-LANDVERKEHR & STÜCKGUT.

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