Die Corona-Krise hat die Transportbranche insgesamt schwer getroffen (Symbolbild)

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Noch lange Durststrecke für Transportwirtschaft

Laut Kreditversicherer Coface sei die Branche durch die Corona-Krise besonders heftig getroffen worden, weil sich die Wirtschaftstätigkeit bereits vor der Krise verlangsamt habe.

Wien. Eine düstere Prognose gibt der Kreditversicherer Coface für die Transportwirtschaft ab: „Der Transportsektor wird sich nicht vor 2022 auf das Niveau des vierten Quartals 2019 erholen“, sagt Declan Daly, Regional CEO für Zentral- und Osteuropa. „Derzeit gibt es keinerlei Anhaltspunkte für eine rasche Erholung.“

Der Umsatz der börsennotierten Unternehmen des globalen Transportsektors werde im vierten Quartal 2020 um 32 Prozent und im vierten Quartal 2021 noch um fünf Prozent niedriger sein als im Vergleich zum Jahresende 2019. „Sollte es zu einer zweiten Pandemiewelle in diesem Jahr kommen, wäre der Umsatz im vierten Quartal 2020 sogar um 57 Prozent und im vierten Quartal 2021 um 27 Prozent niedriger als Ende 2019“, vermutet Daly.

Corona-Krise als Katalysator

Die Branche sei durch die Corona-Krise besonders heftig getroffen worden, weil sich die Wirtschaftstätigkeit bereits vor der Krise verlangsamt habe. „Die Corona-Krise wirkte wie ein Katalysator in dieser Entwicklung“, sagt der Coface-Manager. Besonders stark habe es die Luftfahrt getroffen: „Wir rechnen mit einem ‚langen Leiden‘ für die gesamte Luftfahrtbranche“, so Daly. Ebenso sei im See- und Schienenverkehr auf globaler Ebene eine starke Verschlechterung zu verzeichnen. Insgesamt rät Coface zu Innovationen im Bereich Nachhaltigkeit und Umweltschutz. (ms)

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