Bernd Althusmann

Bernd Althusmann verspricht sich von der Zusammenarbeit der Länder eine Entlastung der Lkw-Fahrer

©picture alliance/Christophe Gateau/dpa

Niedersachsen und NRW arbeiten bei Verkehrsprojekten enger zusammen

Die Minister Bernd Althusmann und Hendrik Wüst einigen sich auf eine engere Abstimmung beider Länder bei den Themen Straßenverkehr und Wasserstraßen. Beschlossen wurde auch eine Lockerung der Feiertags-Lkw-Fahrverbote.

Düsseldorf. Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen wollen ihre Abstimmung bei Verkehrsprojekten, die beide Länder betreffen, weiter vertiefen. Nach der „Münsteraner Erklärung“ im Februar haben Niedersachsens Verkehrsminister Bernd Althusmann und der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Hendrik Wüst gestern die sogenannte „Osnabrücker Erklärung“ unterzeichnet. Schwerpunkt dabei ist die engere Abstimmung bei Straßenverkehrs- und Wasserstraßen-Projekten.

„Hierdurch verhindern wir überfüllte Parkplätze an unseren Landesgrenzen und Lkw-Kolonnenfahrten nach den aufeinanderfolgenden Feiertagen. Die ohnehin sehr stark befahrenen Grenz-Autobahnen zwischen Niedersachsen und NRW werden nicht noch zusätzlich strapaziert – und auch die Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer sowie alle anderen Verkehrsteilnehmer in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen nicht weiter belastet“, so Bernd Althusmann.

Kein doppeltes Fahrverbot an aufeinanderfolgenden Feiertagen

Beide Länder einigten sich auf eine Lösung zur Vermeidung wechselseitige Lkw-Fahrverbote an zwei aufeinanderfolgenden Feiertagen. In Niedersachsen ist der Reformationstag am 31. Oktober ein Feiertag, in Nordrhein-Westfalen Allerheiligen am 1. November. Um zu vermeiden, dass Lkw-Fahrer auf ihrem Weg durch Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen an beiden Tagen von der Feiertagsfahrverboten betroffen sind, werden ab dem kommenden Jahr die Fahrverbotszeiten an beiden Feiertagen auf die Zeit von 6 Uhr bis 22 Uhr beschränkt. Zudem gewähren beide Länder in diesem Zeitraum an dem in ihrem Gebiet jeweils geltenden Feiertag Durchfahrtsrechte auf den wichtigsten Transitverbindungen A 2, A 30, A 31 und A 33.

Neben der bereits bestehenden Zusammenarbeit bei den Testfeldern für den automatisierten beziehungsweise autonomen Straßenverkehr wurde nun auch eine engere Zusammenarbeit bei den Testfeldern für Automatisierung der Binnenschifffahrt verabredet. In Nordrhein-Westfalen wird derzeit mit Unterstützung des Landes ein Testfeld für die Binnenschifffahrt Rhein-Ruhr eingerichtet. In Niedersachsen wird derzeit an der Einrichtung eines Netzwerkes Binnenschiff 4.0 im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) gearbeitet. (fa)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LOGISTIKREGION NORDRHEIN-WESTFALEN.

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