Stephan Weil, SPD

Für Ministerpräsident Stephan Weil steht die Vertiefung der Weser nicht zur Disposition

©Hauke-Christian Dittrich/dpa/picture-alliance

Niedersachsen hält an Weservertiefung fest

Die neue rot-grün-rote Koalition in Bremen will die geplante Weservertiefung neu bewerten,für Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil steht der Ausbau jedoch nicht zur Disposition.

Bremen. Das Land Niedersachsen will trotz der im Bremer rot-grün-roten Koalitionsvertrag angekündigten Neubewertung an der geplanten Weservertiefung festhalten. „Wir glauben, dass ein Ausbau der Weser zwingend notwendig ist – und zwar auch und gerade im Interesse von Bremen selbst“, sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) dem Bremer „Weser-Kurier“. „Da haben wir als Niedersachsen eine klare Haltung, die erfreulicherweise auch vom Bund getragen wird.“ Man sei jederzeit zu Gesprächen mit dem Nachbarn bereit, sagte Weil und fügte hinzu: „Für uns steht dieser Ausbau allerdings nicht zur Disposition.“

Im Entwurf des Bremer Koalitionsvertrages von SPD, Grünen und Linken heißt es, mit einer Vertiefung der Weser seien für Außen- und Unterweser negative ökologische Folgen zu erwarten. Auch mit Blick auf die Auswirkungen auf den Hochwasserschutz solle deshalb die Anpassung der Unterweser von Bremerhaven bis zur niedersächsischen Stadt Brake neu bewertet werden. Deutlicher wird der Vertrag zu einem anderen Abschnitt: „Eine Vertiefung der Unterweser von Brake bis Bremen lehnen wir aus ökologischen Gründen ab und werden wir nicht mehr weiterverfolgen.“ (dpa)

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