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Starkes Stück: Der neue PK 165.002 Tec 7 wurde für Vierachsfahrgestelle konzipiert

©Palfinger

Neue Krane von Palfinger

Die neuen Modelle sollen mit Langlebigkeit punkten. Die Sensorik, Hydraulik und Elektronik der Krane ist so verbaut, dass alle Komponenten gegen mechanische und witterungstechnische Einflüsse geschützt sein sollen.

Salzburg. Zum Herbst zündet Palfinger nochmal ein Neuheitenfeuerwerk: Bei den heckseitig montierten Baustoffkranen bringen die Österreicher die neue L- Baureihe, die vor allem mit Ergonomie und Servicefreundlichkeit punkten soll.

So läuft beispielsweise das komplette Schwenkwerk (der Schwenkbereich beträgt üppige 440 Grad)  – in einem Ölbad und sorgt so für eine permanente Schmierung. Das reduziert den Wartungsaufwand für das Abschmieren der Kransäule auf ein Minimum und verringert die Reibung. Über ein Schauglas kann der Nutzer jederzeit mit einem Blick der Füllstand der Ölmenge kontrollieren. Auch das Ein- und Aussteigen soll bei der neuen Baureihe angenehmer geworden sein, weil der Zustiegsbereich um zehn Zentimeter breiter ist als bisher. Der Paltronic-Terminal und die Bedienelemente sind komfortabel erreichbar, die Anzeigen sehr gut ablesbar. Den digitalen Betriebsstundenzähler haben die Österreicher  am Hochsitzterminal integriert.

Ebenfalls zur Verbesserung der Ergonomie beitragen sollen die wartungsfreien Pedale, die sich individuell einstellen lassen. Dabei ist deren Neigungswinkel ebenso verstellbar wie die Rückenlehne des Sitzes oder die Armlehnen. In die Rückenlehne ist serienmäßig eine Regenabdeckung eingebaut, als Option können ein Wetterschutzdach sowie ein beheizbarer Sitzbezug gewählt werden.

Gute Sicht durch LED

Für optimale Sicht im Ladebereich sorgt wahlweise ein LED oder Halogen-Arbeitsscheinwerfer. Auf Wunsch wird der Kran mit einer auf das Modell abgestimmten Aufstiegsleiter ausgeliefert. In den Bedienhebel kann optional ein Totmanntaster für die Steinstapelzange integriert werden. So kann laut Palfinger ein unbeabsichtigtes Öffnen der Zange verhindert werden. Ein Detail das maßgeblich zur Langlebigkeit der Hydraulik beitragen soll ist die Transportblockierung der Handhebel, die sehr einfach zu bedienen ist: Sie verhindert, dass die Vibrationen während des Transports auf das Steuerventil übertragen werden. Optional ist ein LS-Steuerventil erhältlich, das auch bei manueller Bedienung die Mehrfachsteuerbarkeit verbessert und damit effizienteres Arbeiten garantiert.

Die Hydraulikschläuche liegen natürlich im Inneren der Kransäule. Das verhindert Beschädigungen und sorgt für kompakte Aufbaumaße. Um Verwindungen der Schläuche auf ein Minimum zu reduzieren, nutzt Palfinger Drehverschraubungen der neuesten Generation.  Am Knickarm werden statt Schläuchen Leitungen verwendet, um eine saubere und eng anliegende Verlegung zu erreichen. Durch den Knickarmversatz nach rechts kann der Kranführer Arm, Schlauchausrüstung und Last gut überblicken.

Ebenfalls einen „großen Hub“ tat Palfinger im wahrsten Sinne des Wortes  mit dem „PK 165.002 TEC 7“. Die Reihe wurde  für Trägerfahrzeuge mit einem maximal zulässigen Gesamtgewicht von 32 Tonnen konzipiert. Der PK 165.002 TEC 7 kombiniert Stärke mit Reichweite und soll eine Tonne leichter als das Vorgängermodell PK 150002 sein. Der Neue soll bis zu 15 Prozent mehr Traglast bieten als sein Vorgänger,  am Fly-Jib will Palfinger die sogar um mehr als 20 Prozent erhöht haben. Das neue Modell kommt auf ein Hubmoment von 125 Metertonnen. Die maximale Traglast mit Fly-Jib liegt bei 8,2 statt bisher bei 6,5 Tonnen. Mit dem PJ 240 erreicht der PK 165.002 TEC 7 eine maximale Hubhöhe von 35 Meter, mit dem PJ 300L sogar 40 Meter. Power Link Plus macht den PK 165.002 TEC 7 zu einem Spezialisten für schwierige Einsatzbereiche: Das Knickarmsystem ermöglicht eine Überstreckung von 15 Grad. Dieser Punkt kann entscheidend sein, wenn man beispielsweise schwere Lasten durch eine niedrige Toröffnung in ein Gebäude heben muss, ein Einsatzbereich, bei dem PK 165.002 TEC 7 mit Power Link Plus punkten kann.

Die Gewichtsreduktion macht sich für die Nutzer ebenfalls bezahlt: Der Kran kann auf ein 32-Tonnen-Chassis aufgebaut werden. Die Anschaffungskosten, Betriebskosten und die Effizienz im Einsatz werden durch die Zulassung als Standard-LKW optimiert. Routenbeschränkungen oder Begleitfahrzeuge sind damit kein Thema.

Das völlig neu konzipierte Schwenkwerk und das Schubsystem sind in wartungsoptimierte Bauweise ausgeführt. Die Sensorik, Hydraulik und Elektronik des Kranes ist so verbaut, dass alle Komponenten gegen mechanische und witterungstechnische Einflüsse geschützt sein sollen.

Das Neuheitenpaket rundet die neue Palcom P7-Fernsteuerung ab. Für Interessenten, die das alles selbst testen wollen, veranstaltet Palfinger wieder eine Profitour, die am 17. September in Wiedemar startet und am 20. Oktober im Heilbad Heiligenstadt endet. Weitere Infos dazu gibt es beim Hersteller.  (gs)

Die Nufam findet vom 24. bis 27. September 2015 in Karlsruhe statt. Zum vierten Mal präsentieren Hersteller dort ihre Neuheiten in Sachen Nutzfahrzeuge, Aufbauten und Zubehör. Laut dem Veranstalter zeigen in diesem Jahr rund 300 Aussteller ihre Innovationen auf rund 60.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche.

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LADEKRANE FÜR LKW & NUTZFAHRZEUGE.

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Ladekrane für Lkw & Nutzfahrzeuge, Palfinger

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