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Felsrutsch Mittelrheintal

Die Vorbereitungen für die Sprengung eines lockeren Felsens dauern weiter an (Symbolbild)

©Thomas Frey/picture-alliance

Mittelrheintal: Gelockerter Fels soll am Samstag gesprengt werden

Nach dem Felsrutsch ist die Güterverkehrsstrecke im Rheintal noch immer gesperrt, am Samstagsnachmittag soll nun eine Sprengung erfolgen.

Kestert. Nach dem Felsrutsch auf der Güterzugstrecke im Mittelrheintal dauern die Vorbereitungen für die Sprengung eines lockeren Felsens an dem Hang an. „Die Bohrungen laufen so wie geplant“, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn am Freitag, 19. März.

Spezialkräfte bohren seit Donnerstag bis zu vier Meter tiefe Löcher in rund 1500 Kubikmeter Gestein. Der gelockerte Fels soll am Samstagnachmittag gesprengt werden. Anschließend werde der Hang geräumt und stabilisiert. Dabei komme ein spezieller Zwölf-Tonnen-Bagger zum Einsatz.

Güterzüge werden derzeit umgeleitet

Am Montagmorgen waren bei Kestert unweit des Loreley-Felsens Felsplatten und Geröll auf die rechtsrheinischen Gleise gerutscht. Nach Schätzungen sind laut Bahn etwa 5000 Kubikmeter Steine und Geröll auf die Bahnstrecke gelangt. Verletzte gab es nicht, auch Fahrzeuge oder Züge wurden nicht getroffen.

Die Bahnstrecke zwischen Loreley und Kamp-Bornhofen bleibt der Bahn zufolge in beiden Richtungen gesperrt, das gleiche gilt für die parallele Bundesstraße 42. Die Bahn will Anfang der kommenden Woche bekanntgeben, wann die Strecke wieder geöffnet werden kann. Güterzüge und Nahverkehr würden derzeit „problemlos“ umgeleitet, sagte die Sprecherin. Die rechtsrheinischen Gleise sind laut Deutscher Bahn Teil von Europas meistbefahrener Güterzugstrecke zwischen Genua und Rotterdam. (dpa)

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Railcargo & KV, Logistikregion Hessen und Rheinland-Pfalz, Stau, Streik und Unwetter, Deutsche Bahn


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