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Meiller HInterkipper

Der ab 2016 lieferbare Hinterkipper wurde komplett neu entwickelt

©Meiller

Meiller präsentiert neue Hinterkipper

Meiller bringt 2016 komplett neu entwickelte Hinterkipper in Light-, Medium- und Heavy-Varianten raus.

München. Rechtzeitig zur Bauma und neuen Bausaison setzt Aufbauhersteller Meiller die Verjüngung des Produktportfolios fort. Nach den Dreiseiten- und Sattelkippern wird jetzt das Hinterkipper-Programm erneuert. Dabei staffelt Meiller das Programm in Light-, Medium- und Heavy-Varianten. Ergänzend dazu behält Meiller die bewährten Basic-Modelle für preissensible Märkte bei.

Die Rundmulden-Generation trägt die Typbezeichnung PXXX, wobei die erste Ziffer für die Achs-Anzahl, die Ziffern dahinter für die Nennlast stehen. Die Light-Variante heißt P430 und steckt bis zu 30 Tonnen weg, der universelle Hinterkipper heißt P436 und ist für 36 Tonnen gut. Enorme Reserven bieten die neuen Heavy-Modelle. Das Spitzenmodell heißt folglich P450 und darf jenseits öffentlicher Straßen bis zu 50 Tonnen transportieren und wird auch für 5-Achsfahrgestelle angeboten.

So tief wie möglich

Die neuen nutzlastoptimierten Light-Varianten sollen laut Pressesprecherin Elisabeth Egger bis zu 300 Kilogramm weniger als ihre Vorgänger wiegen. Die universell einsetzbaren Kipper (P436) sollen gegenüber vergleichbaren Vorgängermodellen noch 150 Kilo sparen. Außerdem versuchten die Moosacher, die neuen Aufbauten so tief wie möglich zu bauen: Der schlankere Hilfsrahmen senkt die Aufbauhöhe bereits um 25 Millimeter ab. Der Hilfsrahmen des Light-Kippers ist gewichtsoptimiert, der Unterbau des universellen P436 wird verstärkt ausgeführt und geht mit erheblichen Überlastreserven und erfolgreich absolvierter Schlechtwegerprobung an den Start. Der neue Stabilisator mit Trapezquerschnitt im Heck bringt dem Kipper 30 Prozent mehr Torsionssteifigkeit. Und um die Kippstabilität zu erhöhen, wird die Brückeneinführung in Richtung Fahrzeugmitte verlegt, wo sie die Kippmulde beim Ankippen länger führt.

Aber auch die Muldenform selbst ist komplett neu: Der Querschnitt der neu entwickelten Halfpipe ist bauchiger und damit etwa 100 Millimeter niedriger als das Vorgängermodell. Und weil die Seitenwände jetzt nahezu senkrecht stehen, kommen sie ohne Verzicht auf Stabilität mit reduzierten Wandstärken aus. Die Grundkonstruktion der neuen Meiller-Kippmulden besteht wie bisher aus drei Teilen: Die beiden Seitenwände und das jetzt breitere Bodenblech werden aus Stabilitätsgründen überlappend geschweißt. Insgesamt kann die Höhe so um 125 Millimeter abgesenkt werden, womit auch Fahrzeugschwerpunkt und die Beladehöhe deutlich und für Profis fühlbar sinken sollen. Damit will Meiller auch die Fallhöhe des Schüttguts absenken und nebenbei die Prallschäden an der Mulde reduzieren.

Stabiler und leichter

Auch der untere Endkragen der Mulde wurde verstärkt, an den geschraubten Kipplagern lassen sich jetzt die Verschleißbüchsen wechseln. Die variable Höheneinstellung der Kipplager optimiert die Lasteinleitung in den Fahrzeugrahmen. Das wiederum soll trotz niedrigerem Eigengewicht definiert die Stabilität erhöhen. Die neuen Pendelklappen bekommen jetzt leichtere Membranrückwände mit neuen Verschlüssen. Die neuen Rückwandverschlüsse öffnen bereits bei drei Grad Kippwinkel, was ebenfalls die Kippstabilität und damit die Sicherheit verbessern soll. Trotz weniger Eigengewicht haben die Pendelklappen bessere Nehmerqualitäten: Die Stahlgüte ist verschleißarm, das gekantete Membranblech kann schwingen und soll sich rissunempfindlich zeigen.

Ganz ohne Verschlüsse kommt die neue hydraulische Rückwand aus. Die Rückwandarme legen an Festigkeit zu und werden unter einer Schutzhaube montiert. Noch mehr Flexibilität bietet die umschaltbare Lösung mit Klauenverschluss: Mal darf es harte Abbrucharbeit mit weit öffnender Hydraulikrückwand sein, später ist der Kipper fit für den Kiestransport mit einfacher Pendelklappe. An der Stirnwand lassen sich verschiedene Schutzdachsysteme und Planenträger montieren oder nachrüsten. Die neue Stirnwand ist für die verschiedensten Anbauten bereits vorbereitet. Meiller bietet hier einen schraubbaren modularen Baukasten für individuelle Kundenanforderungen an. Beispielsweise gerade oder schräge Schutzdächer - bei einem hochgezogenen Auspuff braucht es keinen Schutzdachausschnitt mehr.

Auch den optional orderbaren Aufstieg hat Meiller neu konstruiert: Das platzsparende Leiterkonzept mit ergonomischem Schnellverschluss soll leicht zu bedienen sein, auf Schlechtwegstrecken nicht mehr klappern und er entspricht konsequent den Unfallverhütungsvorschriften der gesetzlichen Unfallversicherung (UVV-konform).

Kipper mit Dumper-Qualitäten

Mit den neuen Heavy-Duty-Kippern der P450-Serie belebt Meiller die Diskussion „Kipper oder Dumper“ neu. Auch hier senken der neue Hilfsrahmen und die bauchigere Muldenform den Fahrzeugschwerpunkt, die Stabilität wird gezielt erhöht. Mit echten 28 Kubikmetern sollen die Kipper gleiche Umlaufkapazitäten wie Dumper-Konzepte bieten.

Die traditionelle Ventilsteuerung neben dem Fahrersitz ersetzt auch hier optional die i.s.a.r.-Control genannte Fernsteuerung, die sämtliche Nebenfunktionen des Kipperbetriebs integriert. Mit ihr lässt sich die elektrische Schiebeplane sicher, bequem und ohne Zeitverlust schon bei der An- oder Abfahrt öffnen und schließen. Alle Kipperfunktionen werden auf Knopfdruck erledigt, i.s.a.r.-Control soll außerdem Fehlbedienungen verhindern und den Ablauf überwachen. So soll unter anderem  auch verhindert werden, dass ein Kipperfahrer mit aufgerichteter Mulde versehentlich in den Straßenverkehr einfährt. Neu sind die optionalen Folgesteuerungen: Sie reduzieren die Bedienvorgänge, erhöhen den Komfort, sparen Zeit und schließen Fehlbedienungen praktisch aus. Verkaufsstart für das neue 4-Achser-Hinterkipper-Programm ist im Januar 2016, das ebenfalls überarbeitete 3-Achs-Hinterkipper-Programm ist ab 1. April 2016 erhältlich. (gs)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special BAUFAHRZEUGE & KIPPER.

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