Mittelrheintal

Die Anwohner im Mittelrheintal leiden unter Bahnlärm. Nach und nach soll sich ihre Situation durch verschiedene Maßnahmen verbessern

©picture alliance/dpa/Marius Becker

Maßnahmenpaket gegen Bahnlärm im Mittelrheintal

Die ersten von rund 80 Lärmschutzmaßnahmen sollen ab 2015 nach und nach umgesetzt werden.

Kamp-Bornhofen. Der Bahnlärm im Mittelrheintal soll 2015 weiter gedämpft werden. Dann werden die ersten von knapp 80 Lärmschutzmaßnahmen umgesetzt, die bei einer Machbarkeitsuntersuchung ermittelt wurden. Das kündigte der Beirat „Leiseres Mittelrheintal” am Montag in Kamp-Bornhofen (Rhein-Lahn-Kreis) an.

Zum Gesamtpaket gehören vor allem Schienenstegdämpfer, die Schwingungen an Schienen auf einer Länge von mehr als 110 Kilometer reduzieren. Hinzu kommen Lärmschutzwände auf knapp 20 Kilometern sowie Schienenschmiereinrichtungen. Außerdem sollen Geländer auf Eisenbahnbrücken und Stützbauwerken auf rund drei Kilometern gedämmt werden. Linksrheinisch werden die Maßnahmen zwischen Koblenz und Bingen umgesetzt, rechtsrheinisch zwischen Koblenz und Rüdesheim.

Die Kosten bezifferte der Beirat auf gut 68 Millionen Euro. Dafür müsse vom Bund und den Ländern Rheinland-Pfalz und Hessen kurzfristig noch eine Finanzierungslösung gefunden werden. «Hierzu sind noch weitere Gespräche mit den Ländern notwendig.» Die DB Netz AG will darüber hinaus rund zehn Millionen Euro für das Schleifen von Schienen und Instandhaltungsarbeiten ausgeben.

2013 und 2014 wurden laut Beirat im oberen und unteren Mittelrheintal 32 andere Maßnahmen umgesetzt. Dazu gehörten Schienenstegdämpfer. (dpa)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special VERKEHRSLÄRM & SCHUTZMASSNAHMEN.

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