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Maersk fürchtet, dass neue Zölle das erwartete Wachstum beim globalen Container-Volumen verringern (Symbolfoto)

©Picture Alliance/dpa/Christian Charisius

Maersk: Sorgen wegen Handelsstreit zwischen USA und China

Der Schifffahrtskonzern Maersk ist gut ins Jahr gestartet, warnt aber vor Auswirkungen der Handelsstreitigkeiten auf den globalen Handel.

Kopenhagen. Der weltgrößte Schifffahrtskonzern Maersk ist solide ins Jahr 2019 gestartet, macht sich aber zunehmend Sorgen wegen des Handelsstreits zwischen den USA und China. Im ersten Quartal des Jahres erwirtschaftete der dänische Konzern ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von knapp 1,24 Milliarden US-Dollar (1,1 Milliarden Euro), wie aus am Freitag, 24. Mai, veröffentlichten Zahlen des Unternehmens hervorging. Im Vorjahresquartal hatte der operative Gewinn 931 Millionen Dollar (832 Millionen Euro) betragen.

Maersk-Chef Søren Skou sprach von einem guten Start ins Jahr 2019. Der Umsatz sei um 2,5 Prozent auf 9,54 Milliarden Dollar gestiegen. Unter dem Strich stand diesmal ein Defizit von 656 Millionen Dollar, nachdem es im ersten Quartal 2018 einen Gewinn von rund 2,7 Milliarden Dollar gegeben hatte. Dieser war damals jedoch stark vom Verkauf der Öl-Sparte beeinflusst gewesen, der 2,6 Milliarden Dollar in die Kassen von Maersk gespült hatte.

Maersk will sich von einem Öl- und Reedereigiganten mehr zu einem Transport- und Logistikunternehmen entwickeln. Mit diesen Plänen gehe es voran, erklärte Skou. Das Unternehmen müsse aber mit verschiedenen Unsicherheiten klarkommen, darunter Handelsstreitigkeiten. Das Volumen des Handels über den Pazifik - also zwischen Asien und Nordamerika – habe im ersten Quartal Zeichen des Rückgangs gezeigt. Neue Zölle könnten laut Skou das erwartete Wachstum beim globalen Container-Volumen um bis zu einen Prozentpunkt verringern. (dpa)

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