Abgase

Die Stadtverwaltung von Mönchengladbach will Dieselfahrverbote vermeiden und richtet deshalb eine besondere Kontrollstelle ein

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Luftreinhaltung: Mönchengladbach setzt Lkw-Kontrollstelle ein

Um Lkw zu stoppen, die trotz Verbots von der Autobahn aus über zwei städtische Straßen fahren, will die Stadtverwaltung in Mönchengladbach-Holt eine Kameraanlage in Betrieb nehmen. Wer erwischt wird, muss über 100 Euro zahlen.

Mönchengladbach. Mönchengladbach setzt eine Lkw-Kontrollstelle ein, um die Stickoxidbelastung zu senken. Zurzeit führen täglich 400 Lkw über 3,5 Tonnen trotz Verbots aus Richtung Autobahn über zwei städtische Straßen, wie die Stadt am Dienstag mitteilte. Das kann jetzt teuer werden: Wer erwischt wird, muss über 100 Euro zahlen. Die Anlage in Mönchengladbach-Holt geht am Mittwoch in Betrieb.

Seit 1. April dürfen Lkw über 3,5 Tonnen nicht mehr auf der Friedrich-Ebert-Straße, der Bismarckstraße und in Bereichen der Aachener Straße/Bahnstraße in Holt fahren. Ausgenommen ist davon der Anlieferverkehr. Per Laser werden dort künftig die Umrisse der Fahrzeuge gescannt. Erkennt das neue Kontrollsystem ein großes Fahrzeug, wird automatisch die Infrarot-Kamera ausgelöst und geblitzt. Dabei werden auch Fotos von Fahrzeugen mit einer Durchfahrtberechtigung gemacht, wie Feuerwehr-, Rettungswagen und Busse. Diese Fotos werden aber abschließend im Ordnungsamt ausgewertet.

Die Anlage steht in der Nähe des Messpunktes, an dem im vergangenen Jahr der Jahresmittelwert des gesundheitsschädlichen Stickstoffdioxids überschritten wurde. Die Stadt hofft, dass die Grenzwerte eingehalten und ein Dieselfahrverbot verhindert werden kann. (dpa/ag)

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Logistikregion Nordrhein-Westfalen, CO2 und Luftschadstoffe in Transport & Logistik, Verkehrspolitik Deutschland


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