Alitalia

Alitalia ist seit Mai 2017 insolvent und wird mit staatlichen Überbrückungskrediten in der Luft gehalten

©Luca Bruno/dpa/picture-alliance

Lufthansa-Chef hält Alitalia-Frist für unrealistisch

Carsten Spohr betonte, dass Lufthansa nur in eine restrukturierte Alitalia investieren würde. Man sei jedoch weiterhin an einer kommerziellen Zusammenarbeit interessiert.

Frankfurt/Rom. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hält die vom Staat gesetzte Frist zur Rekapitalisierung der italienischen Airline Alitalia am 21. November für unrealistisch. „Qualität ist wichtiger als Geschwindigkeit“, sagte er am Donnerstag in Frankfurt am Rande der Geschäftszahlen-Präsentation seines Konzerns für das dritte Quartal. Spohr wiederholte die Aussage, dass Lufthansa nur in eine restrukturierte Alitalia investieren würde.

Man sei aber auf dem zweitgrößten Auslandsmarkt der Lufthansa weiterhin an einer kommerziellen Zusammenarbeit interessiert, sagte Spohr. Lufthansa sei im Unterschied zu den Wettbewerbern in allen Zielmärkten der Alitalia stark vertreten. Das eröffne eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Zusammenarbeit.    

Alitalia ist seit Mai 2017 insolvent und wird mit staatlichen Überbrückungskrediten in der Luft gehalten. Vorgesehen war, dass die Staatsbahn FS und der private Infrastruktur-Konzern Atlantia gemeinsam mit der US-Airline Delta und dem italienischen Finanzministerium die Alitalia übernehmen. Die bereits mehrfach verlängerte Frist zur Rekapitalisierung läuft aktuell bis zum 21. November. (dpa)

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Italien – Transport & Logistik, Deutsche Lufthansa


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