LKW-Fahrverbot in Darmstadt zeigt Wirkung

Umweltdezernent Feuchtinger: Verkehrsaufkommen an zentralen Stellen sei um Vergleich zu 2001 um 5,2 Prozent gesunken

Darmstadt. Das Ende April verhängte Durchfahrverbot für Lastwagen zur Senkung der Feinstaubbelastung in Darmstadt zeigt nach Angaben der Stadt erste positive Wirkungen. „Es ist gelungen, die Anzahl der LKW zu verringern, die durch die Innenstadt fahren“, sagte Umweltdezernent Klaus Feuchtinger (Grüne) gestern unter Berufung auf eine neue Studie. Das Verkehrsaufkommen an zentralen Stellen sei im Vergleich zu 2001 um 5,2 Prozent gesunken. Es komme jetzt darauf an, den Aktionsplan im Interesse der Gesundheit der Bevölkerung fortzusetzen. Damit erteilte Feuchtinger der Forderung von Alfred Jakoubek, Landrat des Kreises Darmstadt-Dieburg, indirekt eine Absage, sprach sich aber für eine bessere Abstimmung zwischen Landkreis und Stadt aus. Jakoubek hatte am Mittwoch kritisiert, dass der Schwerverkehr im Kreis wegen des Fahrverbots in Darmstadt stark zugenommen habe. Er forderte das hessische Umweltministerium auf, den Darmstädter Aktionsplan gegen Feinstaub zu ändern und erneut über das Fahrverbot zu diskutieren. Die Gesundheit der Bürger im Landkreis müsse genauso geschützt werden wie die der Darmstädter. Mit dem Fahrverbot für Lastwagen ab 3,5 Tonnen will Darmstadt die Belastung der Luft mit gesundheitsschädlichem Feinstaub senken. Die Stadt setzt damit eine EU-Richtlinie um. Gleichzeitig zum Durchfahrverbot wurde zum 26. April in Darmstadt auch ein Nachtfahrverbot für Lastwagen ab 3,5 Tonnen verhängt. (dpa/tz)

Mehr zu diesem Thema

Das Profiportal der VerkehrsRundschau - umfassend, schnell, rechtssicher und lösungsorientiert.

1000px 588px

WEITERLESEN: