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Weil ein Lkw-Fahrer aus Niedersachsen beim Rechtsabbiegen kurz nicht aufgepasst hat, erwarten ihn jetzt eine Haft- und eine Geldstrafe

©Frank Rumpenhorst/dpa/picture-alliance

Lkw-Fahrer wegen Abbiegeunfall zu Bewährungsstrafe verurteilt

Weil er beim Rechtsabbiegen einen elf Jahre alten Radfahrer überrollt hat, erwarten einen Lastwagenfahrer aus Niedersachsen jetzt ein Jahr Haft und eine Geldstrafe in Höhe von 1500 Euro.

Hannover. Einen Lastwagenfahrer, der beim Rechtsabbiegen einen elf Jahre alten Radfahrer überrollt und getötet hat, ist vom Amtsgericht Hannover zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden. Außerdem muss der 37-Jährige eine Strafe von 1500 Euro zahlen, wie das Gericht am Dienstag nach Mitteilung eines Sprechers entschied. Für weniger als zwei Sekunden habe der Lkw-Fahrer im April diesen Jahres beim Abbiegen nicht in den richtigen Spiegel geschaut und den neben ihm fahrenden Jungen übersehen, ermittelte ein Sachverständiger. Ein bereits von Politikern und Verbänden geforderter Abbiege-Assistent hätte den Unfall verhindern können, betonte die Richterin.

In dem emotional bewegenden Prozess hatte die Mutter, die den Tod ihres vor ihr herfahrenden Sohnes unmittelbar miterleben musste, dem Lkw-Fahrer vergeben. Dieser wiederum war als Vater zweier kleiner Kinder von dem Unfall ebenfalls stark gezeichnet. Zum Moment des Unfalls fuhr der Sattelzug 14 Kilometer pro Stunde, er erfasste das Kind mit dem vorderen rechten Reifen. (dpa/ag)

Urteil vom 14. August 2018
Aktenzeichen: 248 Ds 77/18

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