Linde-Gabelstapler im Einsatz bei BMW

Brennstoffzellen-Stapler bewähren sich im Einsatz bei BMW

©Linde MH

Linde zufrieden mit Brennstoffzellenprojekt

Der Gabelstaplerhersteller aus Aschaffenburg testet seit einem Jahr Flurförderzeuge mit Brennstoffzellen-Hybridantrieb im BMW-Werk in Leipzig. Die erste Phase sei gut verlaufen.

Aschaffenburg. Linde Material Handling hat ein Jahr nach Beginn eines Brennstoffzellenprojekts ein positives Zwischenfazit gezogen. Seit dem 3. Dezember 2013 sind vier Routenzugschlepper und fünf Gabelstapler mit Brennstoffzellen-Hybridantrieb im BMW-Werk in Leipzig im Einsatz.

„Die bei der Teileversorgung zum Einsatz kommenden Flurförderzeuge mit Brennstoffzellen-Hybridantrieb übernehmen die gleichen Transportaufgaben wie ihre Pendants mit Blei-Säure-Akku“, sagte Hannes Schöbel, Produktmanager Innovative Antriebe bei Linde. Mit den bisher gewonnenen Erkenntnissen wolle man die Fahrzeuge nun optimieren. Auch BMW-Pressesprecher Jochen Müller zeigte sich auf Nachfrage der VerkehrsRundschau zufrieden: es gebe nur Vorteile mit den Flurförderzeugen und keine technischen Schwierigkeiten.

Brennstoffzellen-Hybride: Ökologischer und wartungsärmer

Die Test-Flurförderzeuge werden mit Wasserstoff betankt, der aus erneuerbaren Ressourcen gewonnen wurde. Zu diesem Zweck installierte Linde in Leipzig eine Hallenbetankungsanlage für Wasserstoff. Der Vorteil gegenüber den mit Blei-Säure-Akku betriebenen Flurförderzeugen soll darin bestehen, dass die Hybride weniger Wartung benötigen und damit länger verfügbar sind.

Wie Schöbel berichtete, sei das Interesse auf Kundenseite hoch. Drei weitere brennstoffzellenbetriebene Flurförderzeuge liefere Linde demnächst an Kunden aus der Automobil- und Logistikbranche.

Verkehrsministerium unterstützt Forschungsprojekt mit 2,9 Millionen

Der Lehrstuhl für Fördertechnik, Materialfluss, Logistik der Technischen Universität München begleitet das Projekt wissenschaftlich. Dieses endet im April 2016. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) unterstützt das Forschungsprojekt im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) mit 2,9 Millionen Euro. Das Ziel des NIP ist, umweltfreundliche Alternativen zu fossilen Energieträgern wie Öl und Gas voranzubringen.  (ms)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special GABELSTAPLER & FLURFÖRDERZEUGE.

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