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Die mit der "iGo neo"-Technologie ausgestatteten Horizontalkommissionierer "OPX" von Still sind autonom agierende Assistenten und kommen etwa bei Metro Logistics in Marl zum Einsatz

©Still

Kommissionierung: Still macht den OPX smart

Der autonom agierende Horizontalkommissionierer "Still OPX iGo neo" der Kion-Tochter sorgte bereits für Leistungssteigerungen von zehn bis 15 Prozent am größten Standort der Metro Logistics in Marl.

Hamburg. Für intensive Kommissioniereinsätze mit einer hohen Pickdichte auf der Bodenebene und in der ersten Regalebene bietet Still seinen Horizontalkommissionierer OPX seit kurzem auch mit der "iGo neo"-Technologie. Als eigenständig agierende Assistenten folgen die "OPX iGo neo", die es in vier Modellvarianten gibt, ihrem Bediener autonom und stoppen jeweils an der optimalen Kommissionierposition. Je nach Modell ist auch ein Anheben der Waren sowie ein Kommissionieren auf bis zu zwei Europaletten möglich, ebenso wie ein Arbeiten auf engstem Raum sowie der Transport von Langgut, verspricht der Hersteller. Alle Modelle können demnach auch mit bis zu einem Meter überbreite Paletten oder Rollwagen transportieren. 

Objekterkennung auf bis zu 15 Meter

Zum Ablauf: Vor Arbeitsbeginn koppelt der Bediener eine Fernbedienung über Funk mit dem Fahrzeug. Anschließend muss er diese bei sich tragen und wird über das Hybrid-Tracking-System getrackt, welches das "Motion Tracking" mit der Ortung über Funk vereint. Eine Personenschutzanlage (PSA) sowie die Motion-Tracking-Sensoren erfassen alle Objekte im Umfeld von bis zu 15 Metern. Das Fahrzeug kann Objekte und Personen selbstständig umfahren. Zudem erkennt das System Quergänge und Gangenden und bremst das Fahrzeug hier ab. Erst nach einer Bestätigung durch den Bediener passiert der OPX iGo neo die Kreuzung. LED-Signaleinheiten machen das autonome Fahrzeug sichtbar und zeigen an, in welchem Modus es sich befindet oder an welcher Regalzeile es sich aktuell orientiert. Der Bediener kann den Kommissionierabstand zum Regal manuell einstellen und bestimmen, an welcher von bis zu vier Palettenpositionen das Fahrzeug anhalten soll. Das Fahrzeug lässt sich auch über seitliche Tastenfelder bedienen. Der Wechsel in den manuellen Betrieb erfolgt automatisch mit dem Aufsteigen des Bedieners auf die Fahrerstandplattform.

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75 Prozent weniger Auf- und Abstiege

In Summe soll sich der Kommissionierer mit dem OPX iGo neo bis zu 75 Prozent der Auf- und Abstiege sparen. Auch sollen sich Fußwege mit Last erheblich reduzieren, teilt Still mit. Zum Einsatz kommt die Neuheit bereits am größten Standort der Metro Logistics in Marl. Betriebsleiter Peter Kaleck zieht eine erste Bilanz: „Wir haben hier sehr lange Kommissioniergänge von über 100 Metern und kommissionieren zu 100 Prozent manuell. In ersten Tests haben wir bereits Leistungssteigerungen von zehn bis 15 Prozent gemessen, und wir sind uns sicher, dass wir in anderen Bereichen, in denen weniger Stausituationen entstehen, noch höhere Steigerungen erzielen können.“ Für den Betrieb ist laut Still weder WLAN nötig noch Implementierungsaufwand für die Installation, wie das Programmieren von Fahrstrecken oder die Anpassung der Lagerumgebung.

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