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Der deutsche KEP-Markt ist auf Wachstumskurs und bekommt durch das diesjährige Weihnachtsgeschäft noch einmal richtig Schub

©Christian Charisius/dpa/picture-alliance

KEP-Branche steuert auf neue Rekordzahlen zu

Die deutschen Kurier-, Express- und Paketunternehmen haben ein erfolgreiches erstes Halbjahr hinter sich und ein stressiges Weihnachtsgeschäft vor sich. Insgesamt stehen die Zeichen im Jahr 2018 auf Wachstum.

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Berlin. Die deutsche Kurier-, Express- und Paketbranche (KEP) verzeichnet ein wachstumsstarkes erstes Halbjahr 2018. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres ist das Sendungsvolumen im deutschen KEP-Markt um 5,9 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2017 gestiegen. Getragen wird das Wachstum vom Anstieg bei den Paketsendungen um 6,0 Prozent. Aber auch die Express- und Kuriersendungen konnten im ersten Halbjahr deutlich um 5,4 Prozent zulegen.

Das sind Ergebnisse einer Marktanalyse im Auftrag des Bundesverbandes Paket und Expresslogistik (BIEK). Danach werden rechnerisch täglich über 500.000 Sendungen mehr als im ohnehin bereits starken vergangenen Jahr transportiert. „Die positive Entwicklung zeigt auch in diesem Jahr die enorme Aufnahme- und Leistungsfähigkeit der Infrastrukturnetze und die Qualität der Dienstleistungen der KEP-Unternehmen“, sagte Marten Bosselmann, Geschäftsführer des BIEK, am Mittwoch.

BIEK rechnet mit Rekordgeschäft vor Weihnachten

Um die steigenden Sendungsmengen erfolgreich zu bewältigen, investieren nicht nur die Mitgliedsunternehmen DPD, Hermes, UPS, GLS und Go derzeit in Personal, Fahrzeuge, Umschlagsinfrastruktur und innovative Zustellkonzepte, sondern auch Wettbewerber wie Deutsche Post DHL. Mit Blick auf das kommende Weihnachtsgeschäft ist dies auch notwendig. Im November und Dezember rechnet der BIEK in der gesamten KEP-Branche erneut mit starken Zuwächsen von 8 bis 10 Prozent bei den B2C-Sendungen im Vergleich zu 2017.

Die Zustellung an den Endkunden steigt dabei voraussichtlich in der Weihnachtszeit um 30 Millionen Sendungen auf 330 Millionen B2C-Sendungen verglichen mit dem Vorjahr. Zu Spitzenzeiten werden im November und Dezember 2018 der BIEK-Schätzung zufolge mehr als 18 Millionen Sendungen an einem einzigen Tag in den Netzen der deutschen KEP-Unternehmen befördert. Normal sind sonst durchschnittlich 11 Millionen Sendungen am Tag. Um dieses hohe Sendungsvolumen zu bewältigen, werden in dieser Weihnachtszeit rund 25.000 zusätzliche Zusteller bei den Unternehmen beschäftigt.

Tendenz zu mehr Sendungen und Umsatz am Jahresende

Vor dem Hintergrund der Entwicklungen im bisherigen Jahresverlauf ist für das gesamte Jahr 2018 mit mehr als 3,5 Milliarden Sendungen und einem Umsatzanstieg auf erstmals über 20 Milliarden Euro zu rechnen, so ein weiteres Ergebnis der Analyse. Die genauen und detaillierten Ergebnisse zum KEP-Markt wird der BIEK wieder im kommenden Mai in der KEP-Studie 2019 der Öffentlichkeit präsentieren. (ag)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special MARKT FÜR TRANSPORT, SPEDITION UND LOGISTIK.

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