Rettungsgasse

Weil Verkehrsteilnehmer keine Rettungsgasse bildeten, verhängte die Polizei nach einem schweren Lkw-Unfall hohe Bußgelder (Symbolfoto)

©Peter Steffen/dpa/picture-alliance

Keine Rettungsgasse: Bußgelder in Höhe von 23.000 Euro

Nach einem schweren Auffahrunfall auf der Autobahn A5 bei Bruchsal verhängte die Polizei hohe Bußgelder, weil Fahrer sich nicht um die Bildung einer Rettungsgasse kümmerten.

Karlsruhe. Nach einem schweren Verkehrsunfall, bei dem ein Lkw an einem Stauende auf einen anderen Schwerlaster aufgefahren war, bildeten sich auf beiden Fahrbahnen der Autobahn A5 bei Bruchsal lange Staus. Die Autobahn wurde teilweise vollständig gesperrt, wie die Polizei Karlsruhe berichtete.

Während sich auf der Fahrbahn, auf der der Unfall passiert war, ein Stau von rund 20 Kilometer Länge bildete, kam es auf der Gegenfahrbahn ebenfalls zu einem etwa zwei Kilometer langen Stau durch Schaulustige. In der Zeit zwischen 14.45 bis 15.15 Uhr wurde der Staubereich in Fahrtrichtung Heidelberg hinsichtlich der Bildung der erforderlichen Rettungsgasse überwacht. Auf einer Strecke von etwa fünf Kilometer stellte Polizei insgesamt über 100 Verstöße fest, weshalb nach Polizeiangaben Bußgelder in Höhe von rund 23.000 Euro verhängte, weil die Beteiligten keine Rettungsgasse bildeten.

Der Lkw-Fahrer wurde bei dem Unfall schwer verletzt und musste mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden. Den Gesamtschaden des Unfalls bezifferte die Polizei auf 50.000 Euro. (tb)

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