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De-Globalisierung, Container, Schiff

Der globale Lieferverkehr auf See ist schon seit langem angespannt, unter anderem wegen der Corona-Krise (Symbolbild)

©Chunyip Wong/iStockphotos

K+N: Engpässe im globalen Lieferverkehr werden andauern

Der Chef des Schweizer Logistikkonzerns Detlef Trefzger rechnet erst wieder in einem Jahr mit einer Normalisierung der Lage. Die Auswirkungen der Lieferstaus würden sich auch bei den Verbrauchern bemerkbar machen.

Schindellegi. Die Engpässe im globalen Lieferverkehr werden nach Einschätzung eines Logistikriesen noch weit bis in das nächste Jahr andauern. Mindestens bis zum chinesischen Neujahrsfest Anfang Februar könne sich das Risiko verstopfter Häfen und Terminals noch erhöhen, sagte der Chef des Logistikkonzerns Kühne + Nagel, Detlef Trefzger, dem „Spiegel“. Auch danach seien die Engpässe wohl noch nicht überwunden, erst im Sommer oder Herbst 2022 sei wohl mit einer Normalisierung der Lage zu rechnen. Damit das so kommt, müsse aber die Impfrate steigen und Häfen müssten effizienter werden.

Verbraucher werden die angespannte Lage bei Warenbestellungen nicht immer zu spüren bekommen, da viele Einzelhändler ihr Lager nach den Worten von Trefzger deutlich stärker gefüllt haben als noch vor zwei Jahren. Wer aber nichtsaisonale Ware bestelle, wie etwa ein Elektrofahrrad als Weihnachtsgeschenk, der müsse sich wohl auf längere Wartezeiten einstellen.

Kühne + Nagel gehört zu den größten Logistikkonzernen der Welt. Die in Bremen gegründete Firma hat ihre Zentrale seit langem in der Schweiz. Von den weltweit 74.000 Mitarbeitern sind 15.000 in Deutschland beschäftigt. Der globale Lieferverkehr ist schon seit langem angespannt, was unter anderem an Folgen der Corona-Krise liegt. (dpa/sn)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special SEEFRACHT & HÄFEN.

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