Lkw auf italienischen Autobahnen

Zahlreiche italienische Lkw-Fahrer treten am heutigen Montag in den Streik

©Picture Alliance/dpa

Italienische Lkw-Fahrer im Streik

Drei Gewerkschaften haben zum Arbeitskampf aufgerufen, um unter anderen gegen eine drastische Reduzierung der wöchentlichen Ruhezeit zu protestieren.

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Rom. Weil sie sich gegen einige Entscheidungen der EU auflehnen wollen, haben die Gewerkschaften Filt Cgil, Fit Cisl und Uil Trasporti für den heutigen Montag einen vierstündigen Streik für LKW-Fahrer ausgerufen. Insbesondere die Reduzierung der wöchentlich vorgeschriebenen Ruhezeit von 45 auf nur noch 24 Stunden ist für die Gewerkschaften eine nicht akzeptable Änderung. „Diese Änderung wird die wöchentlichen Ruhezeiten drastisch reduzieren – mit der Konsequenz einer Steigerung der Arbeitslast, einer Bedrohung der Gesundheit der LKW-Fahrer und einer Sicherheitsgefährdung für alle Straßenverkehrsteilnehmer”, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der Gewerkschaften. Außerdem monieren die Gewerkschaften die Entscheidung, LKW-Fahrer von der Anwendung der Normen im Bereich der grenzüberschreitenden Entsendung auszuschließen, wenn sie sich weniger als fünf Tage im Ausland aufhalten.

Die genauen Modalitäten für den Streik werden lokal und regional festgelegt. Von den Ansprechpartnern in der Toskana, in Ligurien und im Veneto wurde bereits angekündigt, den eigentlich vierstündigen Streik auf den gesamten Tag ausweiten zu wollen. (nja)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special ITALIEN – TRANSPORT & LOGISTIK.

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Italien – Transport & Logistik, Stau, Streik und Unwetter, Digitaler Tachograf & Lenk- und Ruhezeiten

  • 30.05.2017

    Reh Thomas

    Ich find es großartig wenn LKW Fahrer in Europa streiken. Die Arbeitsbedinungen haben sich in den letzten Jahren um einiges verschlechtert,ich weis das deshalb weil ich selbst seit über zwazig Jahre Berufskraftfahrer bin. Ein Streik ist auch in Deutschland schon lange überfällig, damit den Leuten bewusst wirt was sie den LKW Fahrern zu verdanken haben. Auch von seiten der Politik wird viel zu wenig für LKW Fahrer getan.

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