Italiens neue Verkehrsministerin Paola De Micheli

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Italien: Forderungen der Verbände an die neue Verkehrsministerin

Nach der Regierungsneubildung in Italien drängen Verbände und Regionen auf ein Treffen mit der neuen Verkehrsministerin und formulieren bereits erste Forderungen.

Rom. Die Neubesetzung des Verkehrsministerpostens mit Paola De Micheli (PD) ruft die Transportverbände auf den Plan. Bereits wenige Tage nach Amtsantritt der Ministerin wurden Forderungen nach Treffen laut. Dabei wollen die Verbände ihre Positionen noch einmal verdeutlichen und ihre Hauptanliegen an die neue Verkehrsministerin herantragen. Während Südtirol insbesondere Hilfe bei der Regulierung des Lkw-Verkehrs am Brenner erhofft, formulieren andere Interessensverbände Anliegen, die sie als noch dringlicher betrachten – hier ein Überblick.

Transportverband ANITA: Eine moderne und effiziente Logistik sowie ein nachhaltiges und gut vernetztes Transportsystem, das die Wirtschaftsentwicklung in Italien vorantreibt. Mit einer effizienten „Mobilitätspolitik“ solle die Wettbewerbsfähigkeit des Marktes vorangetrieben werden. ANITA fordert außerdem ein Einschreiten der Ministerin in den Brennerstreit und eine Unterbindung der Einschränkungen am Brenner.

Transportverband UNATRAS: Hauptanliegen von UNATRAS sind neben der Einrichtung eines Nationalfonds für die Erneuerung der Fuhrparks, ein neues Revisionssystem für Lkw, die Wiederbelebung des Zentralkomitees und des Berufsverbandes der Transporteure sowie eine Kontrastpolitik bezüglich der österreichischen Fahrverbote am Brenner. Außerdem fordert die UNATRAS eine Überarbeitung der Richtwerte für Betriebskosten von Firmen.

Die Verbände Confcommercio und Conftrasporto fordern gemeinsam Aufklärung bezüglich der Hafenreform und der Reformen im Bereich der Logistik sowie die Fertigstellung der Ten-T-Korridore und Maßnahmen in Bezug auf die Fördermittel „Ferrobonus“ und „Marebonus“.

Wunsch nach Stärkung der Schiene

Fercargo hofft auf weitere politische Anstrengung bei der Stärkung der Schiene im Warentransport. In Hinblick auf die Fertigstellung des Rhein-Alpen-Korridors zum Ende des Jahres 2020 seien diese für die Entwicklung des gesamten Bahnsektors von besonderer Bedeutung.

Südtirol fordert, gemeinsam mit dem österreichischen Bundesland Tirol, dass der Verkehr am Brenner weiter limitiert werden soll. In Hinblick auf Anwohner, Umwelt und die Infrastruktur sei ein Einschreiten des Ministeriums dahingehend erforderlich, dass der LKW-Verkehr am Brenner eingeschränkt und der Brenner als Pass an Attraktivität verliere. (nja)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special ITALIEN – TRANSPORT & LOGISTIK.

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Italien – Transport & Logistik, Verkehrspolitik Europa & Übersee


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