zurück zum thema
Containerterminal Burchardkai Hamburg

Trotz Einbußen im Russland-Geschäft stiegen die Exporte in den ersten drei Quartalen insgesamt an

©Picture Alliance/dpa/Angelika Warmuth

Import-/Export Seismograf: Russland-Krise lässt Exporte schrumpfen

Im dritten Quartal 2014 waren die Auswirkungen der Russland-Krise bereits deutlich an den Ausfuhrzahlen zu sehen. Das belegen die Zahlen der Import- und Export-Seismografen der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Würzburg-Schweinfurt.

Würzburg. Nach den Wirtschafts-Sanktionen aus Brüssel gingen die Exporte in die russische Föderation im 3. Quartal z.B. 41 Prozent bei Lebensmittel, 30 Prozent bei Automotive-Produkten und 20 Prozent im Maschinenbau zurück, das Importgeschäft schrumpfte deutlich um 6 Prozent. In Summe führte es zu einem spürbaren Rückgang des grenzüberschreitenden Straßengüterverkehrs in Höhe von 4 Prozent bzw. 800.000 Tonnen. Das geht aus den aktuellen Import- und Export-Seismografen hervor, die der Handels- und Logistikexperte Professor Christian Kille von der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Würzburg-Schweinfurt in Zusammenarbeit mit der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS veröffentlicht.

Aufgefangen wurden diese negativen Entwicklungen von der Logistik aber weitgehend durch die Konjunkturbelebung innerhalb der EU. Aus deutscher Sicht bestätigte sich die Exportstärke der Wirtschaft. „Unter dem Strich bleibt 2014 ein Wachstumsjahr für die Transportwirtschaft, weil die deutschen Unternehmen im Export weiter kräftig zulegen wird“, erklärte Professor Christian Kille, der auch Chef des Instituts für Angewandte Logistik (IAL) an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt ist. Das IAL bündelt interdisziplinär alle Forschungsaktivitäten der Hochschule im Bereich Logistik.

Die Markteinschätzungen beruhen auf den beiden vom IAL aus den Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vierteljährlich in Zusammenarbeit mit der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services (Fraunhofer SCS) entwickelten Analysen „Export-Seismograf Deutschland“ und „Import-Seismograf Deutschland“.

Die für das dritte Quartal des letzten Jahres angefertigten Untersuchungen differenzieren auch Export- und Import-Entwicklungen in den einzelnen Bundesländern. Größtes Exportland bleibt Nordrhein-Westfalen (NRW) mit 72 Millionen Tonnen Gütern – das entspricht 24 Prozent der Gesamtexporte. Auf NRW folgen Bayern (30 Millionen Tonnen), Baden-Württemberg (30 Millionen Tonnen) und Niedersachsen (28 Millionen Tonnen) (diwi)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special MARKT FÜR TRANSPORT, SPEDITION UND LOGISTIK.

1000px 588px

Markt für Transport, Spedition und Logistik, Russland – Transport & Logistik, Hochschule Würzburg-Schweinfurt Logistik


WEITERLESEN: